Madonna: "God Control" - ein Aufruf gegen Waffengewalt - DER SPIEGEL
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Madonna-Video gegen Waffengewalt "Dies ist euer Weckruf"

"Wacht auf und besteht auf einer vernünftigen Gesetzgebung": Mit einem neuen Musikvideo bringt sich Madonna in die Debatte über das US-Waffenrecht ein. Die Klickzahlen deuten darauf, dass ihre Botschaft ankommt.
Die politische Künstlerin: Madonna bei den Billboard Music Awards in Las Vegas (im Mai)
Die politische Künstlerin: Madonna bei den Billboard Music Awards in Las Vegas (im Mai)

Die politische Künstlerin: Madonna bei den Billboard Music Awards in Las Vegas (im Mai)

Foto: Mario Anzuoni/REUTERS
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Madonna hat derzeit offenbar eine ihrer politisch sehr aktiven Phasen: Erst kürzlich sagte der Popstar in einem Interview, sie sei ein Fan der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel: "Ich mag sie", sagte die 60-Jährige dem "ZEITmagazin". "Sie ist eine gute Regierungschefin. Sie haben Glück."

Mit ihrer eigenen Regierung allerdings ist die mittlerweile in Portugal lebende Amerikanerin ziemlich unzufrieden. Nun hat sich die 60-Jährige mal wieder zu einem innenpolitischen Thema geäußert - und zwar recht eindrucksvoll: Ihr neuestes Musikvideo zum Thema Waffengewalt haben binnen einem Tag bereits mehr 600.000 Menschen auf YuoTube gesehen.

Das Video  beginnt mit einer Warnung: "Die Geschichte, die sie hier sehen werden, ist sehr verstörend. Sie zeigt grausame Szenen über Waffengewalt. Aber das passiert jeden Tag. Und es muss aufhören."

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In dem Song mit dem Titel "God Control" von ihrem neuen Album "Madame X" thematisiert Madonna die Frage, wie die hohen Zahlen erschossener Menschen in den Vereinigten Staaten gesenkt werden könnten. Das Video zeigt die Geschichte eines bewaffneten Überfalls auf einen Nachtklub - und auch die blutenden und entstellten Leichen der Opfer.

"Dies ist euer Weckruf", steht unter dem auf Madonnas YouTube-Profil veröffentlichtem Video. Überproportional häufig von Waffengewalt betroffen seien Kinder, Jugendliche und Minderheiten. "Gedenkt der Opfer und fordert WAFFENKONTROLLEN. JETZT."

Die Musikerin fordert auch dazu auf, sich in der Zivilgesellschaft für dieses Ziel zu engagieren und Organisationen unter anderem mit Spenden zu unterstützen - einige davon listet sie selbst unter dem Video auf. "Wacht auf und besteht auf eine vernünftigen Waffengesetzgebung", heißt es weiter: "Unschuldige Leben hängen daran."

Dem US-Magazin "People" sagte sie  über ihr Video: "Fühlt ihr euch deswegen schlecht? Gut, denn dann werdet ihr vielleicht etwas ändern."

mxw/Reuters