Madonna in Malawi: Dienstfahrt einer Supermutter - DER SPIEGEL
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Madonna in Afrika: Ausflug in eine andere Welt

Foto: Michelly Rall/ Getty Images

Madonna in Malawi Dienstfahrt einer Supermutter

Es muss ein Triumph für Madonna gewesen sein: Während manche sie für ihre Adoptionen afrikanischer Kinder kritisieren, scheinen die Menschen in Malawi den Superstar zu lieben. Und die Sängerin inszeniert sich in dem Dritte-Welt-Land nur allzu gerne als Übermutter.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mphandala - Die Menschen singen, tanzen, spielen auf dem Banjo - für Madonna. Die Popdiva steht mit ihrer leiblichen Tochter Lourdes und Adoptiv-Töchterchen Mercy James inmitten der Dorfbewohner von Namitete, einem malawischen Dorf, 50 Kilometer von der Hauptstadt Lilongwe entfernt, und lässt sich huldigen. In dem Ort unterstützt Madonna ein Waisenhaus für insgesamt 8000 Kinder.

Die Popqueen besucht derzeit das Land, in dem ihre Stiftung Raising Malawi etwa 25.000 Waisen unterstützt. Vielleicht will sie damit auch ihr eigenes Image aufpolieren. Denn die Öffentlichkeit begleitet die Adoptionswut des Superstars kritisch. Zwei Geschwister aus Malawi hat Madonnas leibliche Tochter Lourdes inzwischen bekommen: Mercy James, 4, und David, 5.

Der Sängerin wird vorgeworfen, ihren Reichtum und Ruhm auszunutzen, um geltende Regeln im Adoptionsverfahren zu umgehen. Die Adoption ihrer jüngsten Tochter lehnten die Behörden zunächst ab, doch Madonna setzte sich schließlich durch und bekam das Sorgerecht.

Die Bilder, die nun um die Welt gehen, dürften die Popdiva glücklich machen. Denn in der Heimat ihrer drei Adoptivkinder wird Madonna gefeiert. Die Leiterin des Waisenhauses, Yacinta Chapomba, in Namitete bezeichnete Madonna als "Mutter" für die Menschen in der Gegend. "Wir sind so dankbar für Ihre gütige Geste."

Sie wolle den Menschen helfen, betonte die Sängerin: "Ich freue mich, dass mein kleiner Beitrag das Leben von so vielen verbessert hat." Als Mutter schmerze es sie, Kinder leiden zu sehen, weil sie kein Essen und keine Kleider bekämen.

ada/AFP

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