Mel Gibson: Wutanfall wegen "Hangover"-Rauswurf - DER SPIEGEL
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Mel Gibson: Unverstanden und gefrustet

Foto: Matt Sayles/ AP

Mel Gibson Wutanfall wegen "Hangover"-Rauswurf

Sein Rausschmiss vom Set der "Hangover"-Fortsetzung bringt Mel Gibson in Rage. Wütend verlangt er von den Produzenten eine zweite Chance - und verweist auf einen in seinen Augen mindestens ebenso übel beleumundeten Vorgänger.
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New York - Mel Gibson ist wütend auf die Produzenten von "Hangover 2", die ihn in seinen Augen zu Unrecht von dem Projekt ausgebootet hätten. Schauspielerkollegen und Teile der Crew hatten rebelliert, als sie von Gibsons Besetzung gehört hatten.

Die Macher hatten daraufhin kalte Füße gekriegt und den in Ungnade gefallenen Hollywood-Star durch Liam Neeson ersetzt.Ein Gibson-Vertrauter sagte jetzt zur Tagezeitung "New York Post": "Mel versteht nicht, warum jemand wie Mike Tyson, ein langjähriger Drogenabhängiger, eine zweite Chance bekommt, während er selbst mit einen Arschtritt vor die Tür befördert wird."

Der ehemalige Box-Champion Mike Tyson hatte im ersten "Hangover"-Film mitgespielt. Der Originalstreifen drehte sich um eine ausufernde Junggesellenparty in Las Vegas, die Fortsetzung mit Zach Galifianakis und Bradley Cooper soll in Thailand spielen.

Gibsons kleine Rolle als Tattoo-Künstler galt allgemein als Test, ob es dem Schauspieler gelingen kann, seine ins Stocken geratene Karriere wieder in Schwung zu bringen.

Der Hollywood-Star, der mit dem oscarprämierten Heldenepos "Braveheart" 1995 den Höhepunkt seiner Karriere erreichte, hatte sich mit zahlreichen Ausfällen in den vergangenen Jahren selbst ins Abseits manövriert. 2006 wurde er betrunken am Steuer von einer Polizeistreife gestoppt und überzog die Beamten mit antisemitischen Schmähungen, er bepöbelte Journalisten bei Interviews und ist momentan in einen Sorgerechtsstreit mit seiner Ex-Freundin Oksana Grigorieva verwickelt.

Grigorieva wirft Gibson vor, sie und die gemeinsame Tochter attackiert und misshandelt zu haben und veröffentlichte den Mitschnitt einer Voicemail, in der Gibson sie auf unflätigste Weise beschimpfte und bedrohte. Er selbst bestreitet die Misshandlungsvorwürfe - die kalifornische Polizei ermittelt zurzeit noch in dem Fall.

kng/dpa

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