Michael Jackson: "Die Menschen sind verrückt" - DER SPIEGEL
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Michael Jackson "Die Menschen sind verrückt"

Interviews mit dem "King of Pop" sind selten geworden, Michael Jackson zog es lange Zeit vor zu schweigen. Doch jetzt hat sich der gebleichte und schönheitsoperierte 49-Jährige offenbart - ausgerechnet in einem Magazin für Afroamerikaner.
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New York - Michael Jackson weiß um seinen zweifelhaften Ruf - aber er ignoriert ihn. "Ich kümmere mich nicht darum", sagte der 49 Jahre alte Sänger dem afroamerikanischen Magazin "Ebony". "Meiner Meinung nach ist das Ignoranz. Normalerweise hat es nichts mit den Tatsachen zu tun. Jede Straße hat den Typen, den keiner kennt, also tratschen alle über ihn. Und dann gibt es die Legende, dass er dies oder jenes getan hat. Die Menschen sind verrückt."

Kalkweiß strahlt der Superstar nun von der ab Montag an den US-Kiosken erhältlichen Dezember-Ausgabe der Zeitschrift, deren Name übersetzt "Ebenholz" bedeutet. Ausgerechnet Jackson, der mit zahlreichen Schönheitsoperationen dafür gesorgt hat, dass er kein bisschen mehr wie ein Afroamerikaner aussieht, vertraute sich dem Zentralorgan der US-Minderheit an.

Doch es ging noch dreister: Jackson wagte gar zu behaupten, dass er sich in den vergangenen 25 Jahren kaum verändert habe. "Jener Michael ist wahrscheinlich derselbe Michael wie dieser hier", sagte er. "Ich wollte einfach bestimmte Dinge schaffen. Aber ich hatte immer im Hinterkopf, dass ich Kinder haben und aufziehen wollte. Ich genieße das sehr."

Über das heutige Musikgeschäft äußerte sich der "King of Pop" kritisch: "Ich glaube nicht, dass die Leute noch experimentell und innovativ genug sind", sagte Jackson. "Ich weiß, sie können leicht sagen: 'Wir haben nicht das Budget von Michael Jackson.' Falsch, du kannst so kreativ sein mit fast nichts."

Jacksons Fazit: "Ich wollte immer Musik machen, die jede Generation beeinflusst und inspiriert. Wer will schon sterblich sein? Man möchte, dass das, was man geschaffen hat, lebt. Und ich gebe alles bei meiner Arbeit, weil ich möchte, dass sie lebt."

jdl/AP