MICHELLE OBAMA: Erst Monster, dann Ball - DER SPIEGEL
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MICHELLE OBAMA Erst Monster, dann Ball

Staatstragend repräsentieren, Spaß haben: Diese Kontraste prägen den Führungsstil Michelle Obamas. So plauderte die First Lady jetzt als Stargast mit den Plüschmonstern der "Sesamstraße" - und machte kurze Zeit später auf Glamour-Girl.
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New York - Michelle Obama hat die Queen geknuddelt, mit Carla Bruni-Sarkozy gekichert. Sie hat Arme gespeist und mit Amerikas berühmtesten Talkshow-Moderatoren geplaudert, sie hat in Designer-Roben auf Bällen getanzt und ist um die halbe Welt gejettet. Aber was ist das schon im Vergleich zu einem Besuch in der "Sesamstraße"?

Die US-Präsidentengattin trat jetzt in New York als Stargast in der weltberühmten Kindersendung auf. "Das war vermutlich das Beste, was ich bisher im Weißen Haus gemacht habe", schwärmte Obama hinterher.

Noch bei ihrem anschließenden Termin vor der US-Vertretung bei den Vereinten Nationen zeigte sich die First Lady von den Wuschelmonstern zutiefst beeindruckt: "Ich bin immer noch total begeistert, absolut high." Sie hätte niemals gedacht, dass sie mal bei Elmo und Bibo in der "Sesamstraße" zu Gast sein werde, sagte Michelle Obama. "Ich war außer mir vor Freude."

Dann hielt Michelle Obama eine Rede über die "neue Politik" der USA, die ganz auf Linie mit der Agenda ihres Mannes lag: Bedrohungen, der die Weltgemeinschaft gegenüber stehe, kennten keine Grenzen, kein Land könne sie alleine lösen.

Abends rundete Obama den Tag mit einem glamourösen Auftritt bei einer Gala des US-Magazins "Time" ab: Das Blatt ehrte die "100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt", unter den Auserkorenen war natürlich auch die Präsidentengattin.

Dabei glänzte Obama nicht nur optisch - in ihrer Rede zur Eröffnung der Gala kündigte sie einen 50 Millionen Dollar schweren Etat der Regierung ihres Mannes für ein nationales Hilfsprogramm an.

Angesichts dieser Terminvielfalt wird die Kinderbetreuung im Weißen Haus allmählich zum Problem. Michelle Obamas Mutter Marian Robinson fällt als Babysitterin immer öfter aus, wie die "New York Times" berichtete.

Die 71-Jährige habe sich mittlerweile bestens in Washington eingelebt und unternehme so viel, dass ihre Tage ähnlich verplant seien wie die des "First Couple". Die Obamas, so scherzte die First Lady unlängst, müssten sich bei ihrer Termingestaltung mittlerweile nach der Oma richten.

siu/AP