"Miss Germany"-Wahlen: Zwei Dutzend für ein Hallelujah
Wahl zur "Miss Germany" Es kann nur eine geben
Rust - Rust ist nicht London oder Paris. Dennoch kommen jedes Jahr Millionen Besucher in den 3796-Seelen-Ort, um sich im Europa-Park zu vergnügen. Eben dort wird das Finale der Wahl zur "Miss Germany" stattfinden.
Dafür haben sich jetzt Schönheiten aus ganz Deutschland schon mal in Position gebracht. 24 junge Frauen im Alter von 17 bis 28 Jahren werden am kommenden Samstag um den Titel kämpfen. Mal im Abendkleid, mal in Bademode, mal mit Mikrofon in der Hand über ihr Leben plappernd - alles wie gehabt.
Der Wettkampf wird seit 1927 ausgetragen und ist damit sozusagen historisch. Der Ablauf ist in der Regel überraschungsfrei, die ganze Veranstaltung denkbar brav und antiquiert. Dennoch scheint die Attraktivität ungebrochen: "Die Teilnehmerzahlen sind in den vergangenen 15 Jahren deutlich nach oben gegangen", sagt zumindest Organisator Horst Klemmer.
An den deutschlandweit 155 Vorwahlen hätten dieses Mal 5115 Frauen teilgenommen. Im Schnitt seien es nur 4000 Bewerberinnen pro Jahr, vor 2003 waren es gerade mal 2000 Frauen. Modeln sei halt in Mode gekommen, vor allem durch die entsprechenden Shows im Fernsehen, so Klemmer.
Bei der Wahl am Samstag treten die Siegerinnen der Landeswahlen gegeneinander an. Eine prominent besetzte Jury kürt die vorgeblich Schönste von ihnen. Als Juroren sind unter anderem der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, Ex-Fußballmanager Reiner Calmund, Schönheitschirurg Werner Mang, Boxer Axel Schulz sowie die TV-Darsteller Motsi Mabuse und Natascha Ochsenknecht eingeplant.
Vor einem Jahr wurde Vivien Konca aus Baesweiler bei Aachen "Miss Germany". Sie muss die Krone nun abgeben - und freut sich auf einen soliden Job, "der mich die nächsten 50 Jahre ernährt". In Planung ist ein ein duales Studium als Handelsfachwirtin oder im Bereich Marketing.