Modedesigner Ottavio Missoni ist tot - DER SPIEGEL
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Modedesigner Ottavio Missoni: Im Zick Zack durchs Leben

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images

Ottavio Missoni Der Zick-Zack-Modezar ist tot

Er war erfolgreicher Leichtathlet, Teilnehmer bei den Olympischen Spielen und einer der bekanntesten Modedesigner der Welt: Nun ist Ottavio Missoni gestorben. Der Unternehmer entwarf bis zum Schluss farbenfrohe Kleider für Prominente wie Prinzessin Kate und Claudia Schiffer.
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Hamburg - Ottavio Missonis Einstieg in die Modebranche war Zufall. In den vierziger Jahren war er als Leichtathlet erfolgreich, gewann mehrere nationale Titel und trat bei den Olympischen Spielen 1948 in London im 400-Meter-Hürdenlauf an. Wäre er nicht dort gewesen, gäbe es vermutlich heute nicht das erfolgreiche Modeunternehmen Missoni: Denn Ottavio traf in London seine spätere Frau Rosita, deren Eltern eine Textilfabrik besaßen.

Das Paar eröffnete 1953 in Gallarate seinen eigenen kleinen Laden und produzierte Strickwaren, vor allem Sportbekleidung. Später entwickelten sie dann die für Missoni typischen Strickkollektionen mit Zick-Zack-Mustern und kräftigen Farben. Die Firma expandierte nach und nach und verlegte ihren Hauptsitz nach Sumirago. 1966 präsentierte das Paar in Mailand seine erste Kollektion, durch die die Marke internationales Renommee erlangte. Heute gibt es weltweit Missoni-Boutiquen.

Nun ist Ottavio Missoni gestorben, er starb am frühen Donnerstagmorgen im Alter von 92 Jahren, teilte seine Familie mit.

Missoni war in den vergangenen Monaten wegen Herzproblemen im Krankenhaus behandelt worden, hatte sich aber trotzdem bis zuletzt um sein Unternehmen gekümmert. Der aus Dubrovnik in Kroatien stammende Unternehmer starb in seinem Haus in Sumirago in Norditalien im Kreise seiner Familie, hieß es. Er soll am kommenden Montag in Gallarate bei Mailand beigesetzt werden.

Das Verschwinden seines ältesten Sohnes belastete die Familie

Missoni galt als einer der bekanntesten italienischen Familienunternehmer. Aus seinem kleinen Modegeschäft wurde innerhalb weniger Jahre eines der bekanntesten Unternehmen weltweit.

Auch seine Kinder und Enkel arbeiten in der Firma mit: Tochter Angela ist Chefdesignerin, Sohn Luca hat technische Aufgaben, Enkelin Margherita kreiert Parfums und arbeitet als Model. Der älteste Sohn Vittorio war bis zu seinem Verschwinden Chef (CEO) der Firma.

Hunderte Einsatzkräfte suchten im Januar vor der Küste Venezuelas nach dem verschollenen Kleinflugzeug des italienischen Modeunternehmers Vittorio Missoni, das mit sechs Passagieren an Bord von den Radarschirmen verschwunden war. Bis heute wurden die Leichen des 58-Jährigen und seiner Ehefrau sowie der anderen vier Personen nicht gefunden. Sein ungeklärtes Schicksal hat die Familie schwer belastet.

jjc/dpa