Model-Debatte: Lagerfeld ätzt über "dicke Muttis" - DER SPIEGEL
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Model-Debatte Lagerfeld ätzt über "dicke Muttis"

Hat der Streit über Models und Magersucht einen Hungerhaken? Stardesigner Karl Lagerfeld findet es jedenfalls absurd, wenn "dicke Muttis" über Couture urteilen. Die Welt der Mode habe schließlich mit "Illusionen" zu tun.
Model bei der Mailander Modewoche: Macht sich ein neuer Stil breit?
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Foto: A1809 epa ansa Giulio Di Mauro/ dpa
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München - Modeschöpfer Karl Lagerfeld hat die Diskussion über zu dünne Models als absurd bezeichnet. "Da sitzen dicke Muttis mit der Chipstüte vorm Fernseher und sagen, dünne Models sind hässlich", erklärte Lagerfeld dem Magazin "Focus". Die Welt der schönen Kleider habe schließlich "mit Träumen und Illusionen zu tun". Runde Frauen wolle da niemand sehen.

Die Frauenzeitschrift "Brigitte" hatte kürzlich angekündigt, künftig nicht mehr mit Profi-Models zusammenarbeiten zu wollen. "Die gesamte Branche ist magersüchtig", hatte Chefredakteur Andreas Lebert erklärt. Models wögen heute 23 Prozent weniger als normale Frauen.

Demgegenüber sagte der Designer John Ribbe dem "Focus", die Debatte sei hysterisch. "Das ist auch so ein Klischee wie das, dass alle Models Drogen nehmen und sich bei Sexorgien besaufen", erklärte der Hamburger. "90 Prozent sind ganz normale, wohlproportionierte Mädchen mit weniger Fett und mehr Muskeln, die auch Pizza und Burger essen."

Tatsache ist jedoch: Die wichtigen Modemagazine werden für ihre Fotoproduktionen von den großen Marken bemustert. Und die schicken nun mal Designerstücke in Minigrößen. Frauen mit normalen Konfektionsgrößen wie 38 oder 40 passen da nicht hinein.

dan/AP