Nachwuchspläne im Elysée Frankreichs First Baby
Paris - Am Freitag erscheint Carla Brunis neues Album "Comme si de rien n'était", da wird es Zeit, die mediale Werbetrommel ordentlich in Schwung zu bringen - und den Umgang mit den Medien beherrscht die Frau des französischen Präsidenten fast so gut wie er selbst.
Und so nutzt sie die Gerüchte über eine Schwangerschaft - Bruni-Sarkozy hatte ihr Erscheinen beim Damenprogramm des G-8-Gipfels in Japan kurzfristig abgesagt -, um sich erneut ins Gespräch zu bringen und ihr drittes Album zu promoten.
Bekommt Frankreich nach einer neuen First Lady demnächst ein neues First Baby? Mitnichten. In einem Interview mit der Zeitschrift "VSD" dementierte sie eine Schwangerschaft erstmals öffentlich. "Ich frage mich, ob ich zugenommen habe, weil alle mich danach fragen. Ich wäre es sehr gerne, aber mit 40 ist das schwieriger als mit 25", sagte sie.
In einem Radiointerview appellierte sie an die Präsidentengattinnen dieser Welt: Wie alle anderen Frauen sollten auch sie nicht ihren Job mit der Heirat aufgeben. Auch als sie First Lady geworden sei, habe sie nicht darüber nachgedacht, ihre Gesangskarriere an den Nagel zu hängen, sagte sie dem Sender France-Inter.
Bruni-Sarkozy gab sich kämpferisch: Im Jahr 2008 hätten alle Frauen - auch die mit wichtigen Ehemännern - das Recht, arbeiten zu gehen.
Ohne jeden Einfluss ist ihr Mann dann aber doch nicht: Ihre Rolle als First Lady hat zur Folge, dass Bruni-Sarkozy keine Konzerte für das neue Album geben wird und die Einnahmen aus dem Verkauf gespendet werden.
Das neue Album Präsidentengattin ist schon gratis im Internet zu hören. Angemeldete Nutzer dürfen auf der Webseite www.carlabruni.com je zwei Stunden lang die 14 Titel abspielen. Der Stil des neuen Albums ähnelt ihrer ersten Platte: Bruni singt ihre Balladen mit leicht rauchiger Stimme und wird von einer Akustikgitarre begleitet.
han/dpa/AP