Nachwuchsstopp: Pooth-Pleite blockierte Familienplanung - DER SPIEGEL
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Nachwuchsstopp Pooth-Pleite blockierte Familienplanung

Sie hatte sich ein zweites Kind gewünscht, doch dann ging die Firma ihres Mannes Franjo pleite: Werbestar Verona Pooth musste ihre Familienplanung deshalb auf Eis legen. Auch, weil ihr Gatte die Auffassung hatte: "So einen Prozess muss man genießen."
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Frankfurt am Main - Der Wirbel um die Firmenpleite ihres Ehemanns Franjo stand dem Kinderwunsch von Werbestar Verona Pooth im Weg. "Wir beide wollten unbedingt noch ein Kind, nur nicht in dieser Zeit", sagt die 41-Jährige in der Porträtreihe "Höchstpersönlich", die am Samstag in der ARD ausgestrahlt wird.

Franjo Pooth sagt zudem, er sei froh, dass seine Frau in den vergangenen zwei Jahren nicht schwanger geworden sei. "Da war einfach zu viel Stress; so einen Prozess muss man auch genießen." Das Paar hat bereits einen gemeinsamen Sohn, den 2003 geborenen San Diego.

Verona Pooth blickt in der TV-Dokumentation auch auf die Anfänge ihrer Karriere zurück. Hätte es damals schon Castingshows gegeben, wäre sie demnach "die erste gewesen, die bei Dieter Bohlen vorgesungen hätte, und wenn ich einen Kassettenrekorder verschluckt hätte".

Sie gelte zwar als tolpatschig, da sie rechts und links verwechsele, könne aber dafür sehr gut mit Geld umgehen, sagte die 41-Jährige. Ihre finanzielle Unabhängigkeit sei ihr schon immer wichtig gewesen. Sie wolle jederzeit einen Mann verlassen können, "der sich verändert, der nicht zu mir passt, der meint, er hätte mich eingekauft oder hätte komplett das Sagen".

Franjo Pooth war im Frühjahr wegen Bestechung und Insolvenzverschleppung in Zusammenhang mit seiner zahlungsunfähigen Firma Maxfield zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Gegen seine Frau laufen zurzeit Steuerermittlungen. Verona Pooth nahm dies gelassen: "Die machen nur ihren Job und brauchen ihre Zeit", sagte sie.

Die Steuerfahnder seien "sehr höflich" gewesen, plauderte Pooth kürzlich noch in einem Interview. Bis zum Eintreffen ihres Anwalts hätten sie "mit uns eine Tasse Kaffee getrunken". Pooth soll ihrem Manager Alain Midzic, mit dem sie seit 20 Jahren zusammenarbeitet, hohe Darlehen gewährt haben, die er nicht zurückzahlen konnte. Diese Darlehen soll sie später als Betriebsausgaben beim Finanzamt abgerechnet haben.

Pooth sagte zu dem Vorwurf damals: "Es geht ausschließlich darum, dass das Finanzamt der Ansicht ist, eine Sonderprovision für mein Management, die im Jahr 2003 ordnungsgemäß gebucht wurde, stelle eine Schenkung dar und hätte nicht als Betriebsausgabe gebucht werden dürfen." Pooth betonte in diesem Zusammenhang, dass sie ihr Management gut bezahle und keinen Anlass habe, Schenkungen zu machen.

jjc/AFP/AP