Nadja Auermann: Ein Model redet sich in Rage - DER SPIEGEL
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Nadja Auermann: "Wir Models galten als Sex-Ikonen"

Foto: Clemens Bilan/ Getty Images

Nadja Auermann Ein Model redet sich in Rage

Sie gilt im Modebusiness als die aparte Unnahbare: Nadja Auermann lebt zurückgezogen, öffentliche Auftritte sind rar gesät. Nun haut das Model verbal auf den Putz und rechnet mit der Szene ab.
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Hamburg - Nadja Auermann war laut Guinness-Buch der Rekorde das Model mit den längsten Beinen (112 Zentimeter) der Welt, vor kurzem wurde sie zum dritten Mal Mutter. Im Interview mit der "Bild" zieht die 39-Jährige nun Bilanz: "Als ich noch auf dem Runway war, galten wir Models als Sex-Ikonen. Wir waren Frauen: schlank, meinetwegen - so wie ich", sagte sie.

Heute jedoch würden viele Models über den Laufsteg stolzieren, "bei denen ich mir denke: 'Aha, kleines Mädchen muss die sexy Frau spielen'". Das seien "gefährliche Schönheitsideale", warnt Auermann. "Wir dürfen nicht über Pädophilie schreien und andererseits Minderjährige oder welche, die so aussehen, als Sexobjekte promoten."

Auermann fordert Kontrolleure für die Shows, ein Gesetz gegen Mager-Models, so wie es das in Mailand gibt, und einen Mindest-Body-Mass-Index. "Das ist doch gerade die Kunst: dass man auch normale Frauen schön macht", so Auermann. Sie selbst sei zwar eher dazu veranlagt, schlank zu sein, "aber wenn man stillt, ist es einfach eine Zeitlang so, dass man weiblicher wird".

Heute fände sie sich schöner denn je, sagt Auermann. "Weil ich eine glückliche Frau sehe. Ich glaube, das ist bei Frauen ab 30 so - dass sie entspannter werden."

jjc

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