Naomi Campbell "Es war kein gutes Gefühl, immer das einzige schwarze Model sein zu müssen"
Naomi Campbell: "Es war eine Zwickmühle"
Foto: Charley Gallay/ Getty Images WSJ. Magazine / AFPSeit vielen Jahren ist Naomi Campbell als Model erfolgreich. Doch in ihrer Karriere wurde sie immer wieder in für sie unangenehme Situationen gebracht. "Es war kein gutes Gefühl, in einer Show mit 70 Mädchen immer das einzige schwarze Model sein zu müssen", sagte die Britin bei der "WSJ Tech Live" Konferenz, wie "E!News" berichtete.
Sie sei bei diesen Veranstaltungen lediglich die Quotenschwarze gewesen. "Es war unangenehm. Ich mochte es nicht", sagte die 49-Jährige. Wenn sie die Anfragen aber abgelehnt hätte, hätte es gar keine schwarze Frau in der Show gegeben. Für Campbell offenbar eine schwierige Situation: "Es war eine Zwickmühle." Es sei auch nicht wahr, dass sie nicht mit anderen schwarzen Models hätte arbeiten wollen.
Auch heute gebe es noch Marken, die nur vorgeblich divers seien, sagte Campbell. Sie nannte jedoch keine Namen. Mit der Zeit werde man merken, wer es ernst meine.
Cambpell hatte im Juni der "Vogue" gesagt, dass sie eine positive Entwicklung in der Modeindustrie sehe. Menschliche Vielfalt werde viel besser abgebildet: "Es ist wirklich besser geworden. Ich kann nichts anderes behaupten", sagte sie damals. Sie habe in der Vergangenheit etwa noch für gleichen Lohn kämpfen müssen. Bei den Herbstschauen 2019 etwa waren laut "The Fashion Spot" fast 40 Prozent der Models in Paris, Mailand und New York keine Weißen.