Olympia-Mode: Michelle setzt auf Gold - DER SPIEGEL
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Olympische Spiele 2016: Michelle Obama wirbt für Chicago

Foto: CHARLES DHARAPAK/ AFP

Olympia-Mode Michelle setzt auf Gold

In der Disziplin Kleiderwechseln verdient die First Lady der Vereinigten Staaten eine Medaille: In Kopenhagen, wo Michelle Obama für ihre Heimatstadt Chicago als Austragungsort der Olympischen Spiele wirbt, zeigte sie sich in diversen Outfits. Highlight: die Goldrobe.
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Kopenhagen - "Mein Mann würde sagen, wir sind heiß", sagte Michelle Obama - und meinte damit ihre Heimatstadt Chicago, die sich um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2016 bewirbt. "Chicago ist eine wunderbare Stadt mit tollen Bürgern. Und unsere Gastfreundschaft ist einmalig."

Ob sich die Stadt gegen die Konkurrenten Rio de Janeiro, Madrid und Tokio durchsetzen kann, wird sich am Freitagabend zeigen. Dann stimmen die 105 Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ab.

Falls die Millionenstadt tatsächlich den Zuschlag bekäme, könnte das durchaus dem Einsatz der First Lady und ihres Gatten zugerechnet werden. Michelle Obama warb bereits seit Mittwoch in Kopenhagen für die US-Metropole - und warf sich dabei mächtig in Schale. Mal in Bleu, mal blumig, mal goldfarben. Die Lady zeigte, was sie im Kleiderschrank hat - und was ihr am Herzen liegt.

In einer sehr persönlichen Rede vor dem IOC berichtete sie von ihrem behinderten Vater, der seinen Kindern die Werte des Sports vermittelt habe. "Ich möchte Sie bitten, Chicago zu wählen, unser Land zu wählen. Ich sage das nicht nur als First Lady, sondern auch als Mutter und als Tochter meines Vaters, meinem Helden." Niemals habe sie zu träumen gewagt, dass die Olympische Flamme einst ihr Stadtviertel erhellen könnte, sagte Michelle Obama.

Auch der Präsident ergriff vor dem IOC das Wort: "Ich habe mich vor 25 Jahren nicht nur wegen Michelle in Chicago verliebt." Die flammende Rede seiner Gattin kommentierte Obama mit den Worten: "Sie haben vielleicht schon bemerkt, dass Michelle ein gewaltiges Verkaufsargument für Chicago ist."

Dass ein US-Präsident vor dem IOC für sein Land wirbt, das hat es noch nie gegeben. Entsprechend hoch waren die Sicherheitsvorkehrungen in Kopenhagen. Mehr als 3000 Polizisten waren im Einsatz, dazu 250 bewaffnete Kräfte aus den USA. Das Ergebnis ihres Einsatzes werden die Obamas nicht mehr vor Ort erleben. Wenn IOC-Präsident Jacques Rogge den Sieger verkündet, sitzt das Paar in der Air Force One Richtung Washington.

jul/AP/dpa/Reuters

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