Rassismus-Vorwürfe von Oprah Winfrey: "Ich hatte nichts, das sagt, dass ich Geld habe"
Rassismus-Vorwürfe gegen Schweizer Boutique Oprah Winfrey bereut das Täschligate
Zürich - Oprah Winfrey fühlte sich in einer Schweizer Luxusboutique diskriminiert und ging mit ihrem Erlebnis an die Öffentlichkeit. Nun hat sich die Talkmasterin für den Medienwirbel um die Geschichte entschuldigt. "Ich denke, dass dieser Vorfall in der Schweiz nur ein Vorfall in der Schweiz war", sagte die 59-Jährige am Rande einer Filmpremiere. "Es tut mir leid, dass die Sache so aufgeblasen wurde."
Winfrey hatte Ende Juli in einer Edelboutique in Zürich einkaufen wollen. Nach eigener Aussage habe sie sich eine Luxustasche näher anschauen wollen. Die Verkäuferin habe sich jedoch geweigert, ihr das Stück zu zeigen - weil Winfrey sie sich ihrer Meinung nach nicht leisten konnte. Die US-Moderatorin hatte später von einem rassistischen Motiv der Verkäuferin berichtet.
Diese hatte dies jedoch bestritten. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt. Der Imageschaden ließ sich jedoch nicht abwenden: In sozialen Netzwerken und Schweizer Tageszeitungen hagelte es Kritik für Verkäuferin und Boutique, vom Täschligate war die Rede.
Winfrey sagte nun, sie habe den Namen der Boutique absichtlich nicht genannt, es tue ihr leid, dass sie überhaupt das Land genannt habe. Sie habe die Geschichte nur als Beispiel für Diskriminierung und Vorurteile nehmen wollen.
Mitglieder der Schweizer Tourismusbehörde und die Shop-Besitzerin entschuldigten sich mittlerweile für den Vorfall. Winfrey sagte nun, dafür gebe es keinen Anlass. "Es ist keine Anklage gegen das Land oder den Laden." Eine einzige Person habe einen Fehler gemacht, die Schweiz müsse sich nun nicht extra bei ihr entschuldigen. "Entschuldigen wir uns vor einem ganzen Land, wenn jemand in den USA einen Fehler macht? Nein."