Große Party: Swank bei Kadyrow
Party bei Kadyrow Swank sagt leise sorry
Moskau - Actionheld Jean Claude van Damme war da, Geigerin Vanessa Mae, und auch Schauspielerin Hillary Swank kam nach Grosny: Sie alle feierten in der vergangenen Woche mit Tschetscheniens Präsident Ramsan Kadyrow. Gut, offizieller Anlass der Party war der "Tag der Stadt Grosny", doch passenderweise wurde der umstrittene Machthaber am selben Tag 35 Jahre alt.
Menschenrechtler werfen Kadyrow Verstrickungen in Auftragsmorde und Verschleppungen vor, entsprechend umstritten sind Auftritte von Stars an der Seite des Machthabers. Zumindest Swank sah das nun ein und entschuldigte sich in einem öffentlichen Statement.
Sie bedauere zutiefst, dass sie zu dem Konzert gekommen sei, sagte Swank. In der Einladung sei allerdings vom Geburtstag keine Rede gewesen. "Wenn ich volle Einsicht gehabt hätte, worum es bei dieser Veranstaltung offenbar ging, wäre ich nie hingegangen", so Swank.
Sie sei darüber informiert worden, dass die Eröffnung eines neuen Wohn- und Gewerbekomplexes in Grosny gefeiert werde. Man habe ihr das Event als "Symbol der Hoffnung für die Menschen von Tschetschenien" angepriesen - diese Stimmung habe sie unterstützen wollen. Als man sie darum bat, Kadyrow zum Geburtstag zu gratulieren, habe sie nicht unfreundlich sein wollen, sagte Swank. Von den Vorwürfen gegen Kadyrow habe sie nichts gewusst.