Paul Newman: "Ergebener Ehemann und liebender Vater" - DER SPIEGEL
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Paul Newman "Ergebener Ehemann und liebender Vater"

Hollywood-Stars ehren den verstorbenen Paul Newman als großartigen Kollegen. Seine fünf Töchter würdigen eine andere Lebensleistung des Schauspielers: Am meisten stolz hätten ihn die Rollen gemacht, mit denen er nicht im Rampenlicht stand - als liebender Vater und ergebener Ehemann.
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Los Angeles - Die Nachricht vom Tod Paul Newmans löste in Hollywood große Trauer aus. Prominente Kollegen und Freunde würdigten die beruflichen und humanitären Verdienste des Stars. Die fünf Töchter, die der 83-Jährige zurücklässt, formulierten die Lebensleistung des Hollywood-Stars anders: "Paul Newman hat viele unvergessliche Rollen gespielt", hieß es in einem bewegenden Statement der Newman-Töchter. "Doch am meisten stolz machten ihn seine viel weniger beachteten Rollen als ergebener Ehemann, liebender Vater und Großvater, als dezidierter Philanthrop".

Newman hatte drei Kinder aus erster und drei aus zweiter Ehe. Sein einziger Sohn, der Erstgeborene Scott, starb 1978 an einer Überdosis Drogen.

"Ich hatte das Glück ihn persönlich zu kennen. Er hat die Welt zu einem besseren Platz gemacht. Mitunter schafft Gott perfekte Menschen und Paul Newman war einer davon", sagte US-Schauspielerin Sally Fields, die mit Newman "Die Sensationsreporterin" drehte.

US-Schauspielerin Eva Marie Saint, 84, im Jahr 1960 Newmans Co-Star in "Exodus" sagte: "Ja, seine Augen waren wirklich so blau und schön ... Sein Nachlass als ein Wohltäter für Kinder in aller Welt ist einzigartig. Ich denke mit tiefstem Mitgefühl an Joanne (Woodward) und seine Familie".

"Paul war eine amerikanische Ikone, ein Philanthrop und Fürsprecher für Kinder. Wir werden unseren guten Freund vermissen, dessen treue Unterstützung uns immer so viel bedeutet hat", würdigten US-Senatorin Hillary Rodham Clinton und ihr Mann, Ex-Präsident Bill Clinton, den verstorbenen Newman.

Gina Lollobrigida: Newman führte ein "beispielhaftes Leben"

Hollywood-Star George Clooney sagte, Newman habe die Messlatte für alle anderen zu hoch gesetzt. "Nicht nur für Schauspieler, für alle." Schauspielerin Julia Roberts, die sich zusammen mit Newman für kranke Kinder eingesetzt hatte, sagte: "Er war mein Held." Die italienische Filmdiva Gina Lollobrigida sagte, Newman sei ein "fabelhafter Schauspieler und Mensch" gewesen, der ein "beispielhaftes Leben" geführt habe und viel für den Film getan habe.

Der britische Regisseur Sam Mendes sagte: "Zu sagen, er sei ein außergewöhnlicher Mann gewesen, wäre eine Untertreibung." Newman habe sich "als arbeitenden Schauspieler, nicht als Filmstar" gesehen, und darauf bestanden, dass alle es ebenso taten. "Es gab kein Ego, keine Entourage, keine Trittbrettfahrer. Nur Paul, sein Skript und seinen unglaublichen Geist."

James-Bond-Darsteller Daniel Craig, der zusammen mit Newman in Mendes' Film "Road to Perdition" von 2002 vor der Kamera stand, würdigte den Verstorbenen als "wirklich großartigen Mann." "Ich denke, eine Ära ist zu Ende gegangen", sagte Craig.

"Er wird mir fehlen, er wird jedem von uns fehlen, es gibt keinen anderen wie ihn. Er hatte ein Leben, auf das er stolz sein kann - seine Familie, seine wohltätige Arbeit. Und dann war da seine Karriere, die absolut unauslöschlich ist", sagte Meryl Streep im italienischen Fernsehen.

Kevin Spacey: "Newman war ein bescheidener Riese"

Ex-Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger sagte: "Paul Newman war der ultimative coole Typ. Männer wollten wir er sein, und Frauen beteten ihn an. Er war eine amerikanische Ikone, ein brillanter Schauspieler, ein Renaissance-Mann und ein großzügiger, aber bescheidener Philanthrop. Er unterhielt Millionen Menschen in einigen der besten Hollywoodrollen aller Zeiten, und er half vielen mehr, besonders schwerkranken Kindern, durch seine wohltätigen Dienste."

Oscar-Preisträger Kevin Spacey trauert um seinen Kollegen mit den Worten: "Paul Newman war ein großartiger bescheidener Riese. Er sagte, er habe einfach Glück gehabt, aber der Rest von uns wusste, es war sein Talent, sein Witz und sein großzügiges Herz, die ihn zum Star machten."

Es gibt einen Punkt, an dem Gefühle die Worte übersteigen", sagte der Schauspieler Robert Redford laut "Entertainment Tonight". "Ich habe einen wahren Freund verloren." Der heute 72-jährige Redford hatte mit Newman in dem Western-Klassiker "Butch Cassidy und Sundance Kid" die Hauptrollen gespielt. Während Newman damals bereits ein Star war, verdankte Redford dem Streifen seinen Durchbruch. 1973 standen sie gemeinsam in "Der Clou" vor der Kamera.

Die beiden Freunde hatten vorgehabt, noch einen Film zusammen zu drehen. Das Projekt habe jedoch aufgrund von Newmans hohem Alter nicht umgesetzt werden können, wie Redford im vergangenen Jahr sagte.

Newman starb am Freitag im Alter von 83 Jahren an einem Lungenkrebsleiden.

jjc/AFP

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