Pep Guardiola: Erinnerungen an den Anschlag
Pep Guardiolas Familie beim Anschlag in Manchester "Am Ende hatten wir Glück"
21.000 Menschen waren am 22. Mai 2017 bei einem Auftritt von Sängerin Ariana Grande in Manchester, als sich ein Selbstmordattentäter in die Luft sprengte und mehr als 20 Menschen tötete. Unter den Konzertbesuchern waren auch die Ehefrau und die beiden Töchter von Fußballtrainer Pep Guardiola. Nun hat der 47-Jährige mit BBC Radio 5 Live darüber gesprochen, wie er den Anschlag erlebte.
Er sei zum Zeitpunkt der Explosion mit seinem Sohn zu Hause gewesen. Seine Frau habe ihn angerufen und gesagt: "Etwas ist passiert, und wir rennen, aber ich weiß nicht, was passiert ist." Dann sei die Verbindung unterbrochen worden. Guardiola versuchte zurückzurufen, aber es funktionierte nicht. Daraufhin machte er sich mit seinem Sohn auf den Weg zur Arena - so berichtet es der Trainer.
Fünf oder sechs Minuten habe es gedauert, dann sei der erlösende Anruf seiner Frau gekommen: "Wir sind draußen, wir sind draußen, wir kommen zurück nach Hause", habe sie gesagt. "Am Ende hatten wir Glück", sagt Guardiola. "Leider gab es viele andere Leute, die zu Schaden kamen."
Ariana Grande selbst erinnert immer wieder an das Attentat - unter anderem ließ sie sich eine Biene tätowieren. Das Tier gilt als Symbol für Manchester. Im Mai sagte sie der Zeitschrift "Time", die Geschehnisse machten ihr immer noch zu schaffen: "Man glaubt, dass es mit der Zeit einfacher wird, darüber zu sprechen. Oder dass man damit seinen Frieden macht. Aber ich warte jeden Tag auf diesen Frieden, und es ist noch immer sehr schmerzvoll." Die Sängerin hatte kurz nach dem Anschlag ein Benefizkonzert in Manchester organisiert.
Pep Guardiola: Erinnerungen an den Anschlag
Guardiola wechselte zur Saison 2016/2017 vom FC Bayern zu Manchester City. Vor seiner Zeit in München war er mehrere Jahre Trainer des FC Barcelona, für den er auch als Spieler aktiv war.