Pleiteaffäre: Razzia bei Franjo Pooth - DER SPIEGEL
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Pleiteaffäre Razzia bei Franjo Pooth

Heute Abend wird Verona Pooth vor laufender Kamera den nächsten Akt im Drama um ihren Ehemann Franjo schildern können: Ermittler haben mit Durchsuchungen in dessen Düsseldorfer Geschäftsräumen begonnen.
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Düsseldorf - Razzia bei Franjo Pooth: Polizei und Staatsanwaltschaft haben heute Geschäfts- und Privaträume des Ehemanns von Verona Pooth durchsucht. Auch frühere Manager der Stadtsparkasse Düsseldorf bekamen am Morgen Besuch von Fahndern. Durchsuchungen habe es in der Landeshauptstadt sowie in den Nachbarorten Meerbusch und Erkrath gegeben, schilderte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Johannes Mocken. "Bei den Ermittlungsmaßnahmen wurden bereits Unterlagen in größerem Umfang sichergestellt." Die Stadtsparkasse habe freiwillig Papiere ausgehändigt. Ermittler trugen am Mittag einen Umzugskarton aus Pooths Düsseldorfer Privathaus.

"Es ist ja nicht so, dass bei uns Ermittler ein- und ausgehen und körbeweise Akten wegtragen", hatte gestern noch seine Frau Verona in einem Interview mit der "Bunten" gesagt. "Es war noch überhaupt keiner da und hat etwas beschlagnahmt - weder im Büro noch bei uns zu Hause."

Der 38-Jährige soll Bankern, die ihm Millionenkredite gewährten, teure Geschenke gemacht haben. Die Affäre hatte am Vortag bereits den Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme das Amt gekostet. Franjo Pooths Unternehmen Maxfield, das MP3-Spieler und Handys verkauft hatte, soll mit 14 Millionen Euro verschuldet sein. 9,2 Millionen Euro soll die Sparkasse geliehen haben.

"Er ist ziemlich am Ende, und ihm geht's einfach superschlecht", hatte Verona Pooth kürzlich über den Gemütszustand ihres Mannes Franjo gesagt. Heute Abend will sich die 39-Jährige in Johannes B. Kerners ZDF-Talk zu dem Thema äußern.

Veronas Verlautbarungen garantieren Kerner in der Regel satte Quoten: 2001 erlitt Pooth, damals noch Verona Feldbusch, bei "Kerner" einen Weinkrampf, als sie ihre Ehe-Erfahrungen mit Dieter Bohlen schilderte. Wenige Monate zuvor hatte sie sich - ebenfalls bei "Kerner" - einen publicity-trächtigen Schlagabtausch mit Deutschlands Chef-Feministin Alice Schwarzer geliefert.

jjc/dpa/AP