Pöbel-Anruf: Alec Baldwin entschuldigt sich - DER SPIEGEL
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Pöbel-Anruf Alec Baldwin entschuldigt sich

Der Schauspieler hatte seine 11-jährige Tochter am Telefon als "ungezogenes gedankenloses Schwein" beschimpft. Als der Anruf öffentlich wurde, hagelte es Schelte für den aufbrausenden Vater. Jetzt leistet Baldwin Abbitte.
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New York - In der gestern aufgezeichneten Talkshow "The View" des US-Fernsehsenders ABC sagte Baldwin laut "people.com": "Ganz offensichtlich ist es ungehörig und unangebracht, sein Kind ein Schwein oder so ähnlich zu nennen. Ich entschuldige mich bei meiner Tochter dafür." Offen blieb bei dem emotionalen Auftritt jedoch, ob der 49-Jährige sein Kind seit dem Wutanfall persönlich gesprochen hat.

Baldwin und seine Ex-Ehefrau Kim Basinger streiten sich seit vier Jahren um das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Ireland. Zu den Pöbeleien kam es offenbar, als Ireland, die bei ihrer Mutter lebt, nicht zu einer vereinbarten Uhrzeit an ihr Telefon ging. Die wütende Nachricht, die Vater Baldwin hinterließ, wurde später im Wortlaut auf der Internetseite "tmz.com" veröffentlicht.  Er will nun gerichtlich klären lassen, wie es dazu kam. Baldwin hatte das Mädchen als "gemeines Schwein" beschimpft und gedroht, ihr beim nächsten Treffen den "Hintern zu versohlen".

Auf seiner Website hatte der Schauspieler bereits mitgeteilt, dass er durch "elterliche Entfremdung an den Rand des Abgrunds getrieben" worden sei. In der Talkshow-Aufzeichnung fügte er nun hinzu, dass nichts dabei sei, über die Situation frustriert und sauer zu sein, er habe seinen Ärger jedoch an der falschen Person ausgelassen. Zudem sei dieser Ausbruch eine einmalige Sache gewesen. "Ich habe das niemals zuvor in meinem Leben getan", sagte er laut "people.com" im Fernsehen. Mit einem Buch über das Thema Eltern-Kind-Entfremdung will Baldwin nun für Verständnis werben. Seine TV-Entschuldigung wird morgen auf ABC ausgestrahlt.

Unterdessen meldete sich auch Baldwins jüngerer Bruder William zu Wort: Alec sei ein "fantastischer Mensch", der "hitzköpfig" sein könne, "aber nur wenn es um wirklich wichtige Dinge wie Familie geht". Er sei einfach in Sorge, dass Ireland sich von ihm entfremden könne, sagte William Baldwin.

art/ddp