Porno ins TV eingespeist - DER SPIEGEL
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Porno im Musik-TV Weißrusse zu Lagerhaft verurteilt

Weil er einen Pornofilm ins Programm eingespeist hat, muss ein Fernsehtechniker im autoritär regierten Weißrussland für zwei Jahre ins Straflager. Trotz erwiesener Alkoholabhängigkeit und mutmaßlich psychischer Probleme war er für schuldfähig befunden worden.
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Minsk - Am 13. April gegen 15.40 Uhr kam es beim Musiksender BelMus-TV zu einem Eklat: Gleich dreimal hintereinander lief ein Porno-Video über den Kanal. Als Übeltäter ausgemacht wurde ein 28-jähriger Techniker, der mutwillig den nicht jugendfreien Streifen eingestellt und sich dann davongemacht hatte - nachdem er das Schloss zum Schaltraum zerstört hatte.

Nur zwei Tage später wurde er in der Stadt Mogilev festgenommen. Gemäß Artikel 343, Absatz 2 des Strafgesetzbuches musste er sich wegen Besitzes und Zeigens pornografischen Materials vor Gericht verantworten. Jetzt wurde er schuldig gesprochen und zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt. Dies bestätigte ein Justizsprecher in der Hauptstadt Minsk der Staatsagentur Belta.

Das übliche Strafmaß bei diesem Delikt liegt in Weißrussland bei zwei bis vier Jahren Gefängnis. Der Angeklagte soll zugegeben haben, geplant und auf eigene Initiative gehandelt zu haben. Er betonte, seit seiner Scheidung an psychischen Problemen zu leiden. Laut Angaben der Ermittler ist der Mann alkoholabhängig. Das Gericht sprach ihn dennoch schuldfähig.

ala/dpa

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