Robin Williams: Demenz und Depression
Witwe von Robin Williams "Wir haben gelebt wie in einem Albtraum"
Mehr als ein Jahr nach dem Tod des Schauspielers Robin Williams hat seine Witwe erstmals in einem Fernsehinterview über die tragischen Ereignisse gesprochen. Williams habe nicht nur an Parkinson gelitten, sondern auch an der sogenannten Lewy-Körperchen-Demenz, sagte Susan Schneider dem US-Sender ABC .
Williams war unter anderem mit den Filmen "Good Morning, Vietnam", "Der Club der toten Dichter" und "Good Will Hunting" berühmt geworden. Im August 2014 hatte er sich im Alter von 63 Jahren das Leben genommen.
Die Lewy-Körperchen-Demenz ähnelt der Alzheimer-Krankheit. Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft können unter anderem starke Schwankungen der geistigen Leistungsfähigkeit sowie optische Halluzinationen kennzeichnend sein.
Schneider zufolge traten bei Williams 2013 erste Beschwerden auf. Im Mai seien die Anfänge von Parkinson diagnostiziert worden, doch erst die Autopsie habe die Demenz-Erkrankung zum Vorschein gebracht. "Die Lewy-Körperchen-Demenz hat Robin getötet", sagte Schneider.
Der "tapferste Mann"
In den letzten Wochen seines Lebens habe Williams körperlich und geistig stark abgebaut, "er ist vor meinen Augen zerfallen". In einem Moment sei er vollkommen klar gewesen, sagte Schneider. Fünf Minuten später habe er dann etwas gesagt, das keinen Sinn gemacht habe. "Wir haben gelebt wie in einem Albtraum."
Schneider und Williams waren sieben Jahre lang ein Paar und seit 2011 verheiratet. Für ihn war es die dritte Ehe. Schneider nannte Williams in dem Interview den "tapfersten Mann", und ergänzte: "Er war die Liebe meines Lebens."