Interview mit "Vanity Fair": Robin Wright schlägt zurück
Robin Wright über Ben Foster ... und ab und zu ein gutes Buch
Los Angeles - Seit 2012 ist Robin Wright ("House of Cards") mit dem 15 Jahre jüngeren Schauspielkollegen Ben Foster liiert. Zwischendurch gab es mal Knatsch, aber jetzt soll alles wieder ganz toll sein. Überragend geradezu. "Ich war nie glücklicher in meinem Leben als jetzt", flötet Wright im Interview für die Aprilausgabe der "Vanity Fair".
Es sei vielleicht nicht "ladylike" darüber zu sprechen, aber: "Ich habe nie mehr gelacht, mehr gelesen oder bin häufiger gekommen als mit Ben. Er inspiriert mich dazu, das Beste aus mir rauszuholen."
So genau wollte das vermutlich niemand wissen, und, nein, es ist in der Tat gar nicht wohlerzogen, sich öffentlich über Details aus dem eigenen Liebesleben auszulassen. Inspiration hin oder her. Der Hinweis auf ein gutes Buch hätte vollkommen gereicht. Stattdessen: "Es gibt so viel zu lernen" (in der Beziehung), "Es ist endlos" (die Beziehung?), "Wie großartig!" (die Beziehung!), "Liebe ist möglich, wie Leben möglich ist" (Ähm?).
In Wahrheit ist das Interview vermutlich nichts weiter als eine leicht durchschaubare Retourkutsche. Erst Ende Januar hatte Wrights Ex-Mann Sean Penn im Magazin "Esquire" ausführlich über seine Beziehung zu Charlize Theron geschwärmt. In seinem Alter noch einmal "jemandem in die Arme zu laufen, der dir wichtig ist, ist ein viel leidenschaftlicheres, tieferes, ehrlicheres und - Gott! - sehr viel glücklicheres Gefühl", sagte er.
Wright und Penn haben über 14 Jahre eine ausgesprochen turbulente Ehe geführt. Mehrmals standen sie kurz davor, sich scheiden zu lassen, überlegten es sich dann aber wieder anders. 2010 war dann endgültig Schluss. Er sei damals einfach schlechter informiert gewesen, sagte Penn dem "Esquire". Deshalb würde er bei einer möglichen Hochzeit mit Theron nicht von seiner dritten, sondern von seiner ersten Ehe sprechen. Vernichtend für Wright und ihre Vorgängerin Madonna, irgendwie. Und nicht die Spur "gentlemanlike".
Gegenüber der "Vanity Fair" versuchte Wright etwas scheinheilig, die Wogen zu glätten. "Ich glaube, wir waren nicht nur zusammen, um unsere wundervollen Kinder zu bekommen, sondern auch, um zu lernen, wie man liebt", sagte sie. Und fügte hinzu: "Wonach ich heute bei Menschen schaue, ist Güte."