Roger Moore: Im Liebesdienst Ihrer Majestät - DER SPIEGEL
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Roger Moore als James Bond: Reihenweise hübsche Frauen

Foto: ddp images

Roger Moore Im Liebesdienst Ihrer Majestät

Bettszenen gehören zu James Bond wie Verfolgungsjagden und Schießereien. Roger Moore konnte während seiner Zeit als 007 offenbar gar nicht genug von den Drehs im Schlafzimmer bekommen - und auch aus einem anderen Grund vermisst er seine Zeit als Film-Geheimagent.
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London - James Bond lebt gefährlich, zugegeben. Ständig muss sich der Geheimagent in Diensten Ihrer Majestät irgendwelcher Schläger, Attentäter oder sonstiger Bösewichte erwehren. Doch die Arbeit von 007 hat auch angenehme Seiten: Schnelle Autos, Jetset-Leben, die neuesten Erfindungen von Bastler "Q" - und selbstverständlich schöne Frauen.

Besonders diese hatten es Roger Moore in seiner Bond-Rolle angetan. "Ich mochte immer die Schlafzimmerszenen. Meiner Meinung nach hatten wir davon nicht genug", sagte der 84-Jährige der Zeitschrift "Hello". Er hätte sich gewünscht, mit noch mehr Frauen auf Tuchfühlung gehen zu können.

Dabei hatte er dazu reichlich Gelegenheit - mit schönen Frauen hatte er schließlich in jedem Film zu tun. In "Im Angesicht des Todes" duschte er mit Fiona Fullerton, in "Moonraker" knutschte er mit Lois Chiles und in "Octopussy" turtelte er mit Kristina Wayborn.

Moore verkörperte Bond siebenmal - von 1973 ("Leben und sterben lassen") bis 1985 ("Im Angesicht des Todes"). "Es hat mir sehr gefallen, den lässigen Helden zu spielen", sagte Moore. "Aber ich fand es schwer zu glauben, dass Bond ein Spion sein sollte und ihn trotzdem so viele Barkeeper in aller Welt kannten" - eine Anspielung auf Bonds Lieblingsgetränk Wodka-Martini, selbstverständlich geschüttelt, nicht gerührt.

Nach seiner Zeit als Bond sei er mit seinen Rollen sehr wählerisch geworden, weil er eine Veränderung haben wollte. "Ich hatte die Schnauze voll davon, in die Luft gejagt und herumgeworfen zu werden." Die neuen Rollen seien auch weniger lukrativ gewesen. "Nach einer Weile dachte ich, ich arbeite nur noch, um meine Häuser in aller Welt zu behalten."

Auch aus einem anderen Grund trauert Moore seiner Zeit als Bond hinterher - er bekommt kaum noch Angebote. "Wir alten Schauspieler setzen uns nicht zur Ruhe", sagte Moore. "Das Telefon hört einfach auf zu klingen."

ulz/dapd