SAG-Awards-Schaulauf: Und die Schönste ist … - DER SPIEGEL
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SAG-Awards-Schaulauf Und die Schönste ist …

Sie gaben sich alle Mühe: Zur Verleihung der SAG Awards erschien Hollywoods Prominenz herausgeputzt wie sonst nur zu den Oscars. An modischen Fehlgriffen mangelte es nicht - eine deutsche Kollegin hatte dagegen alles richtig gemacht.
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SAG Awards: Wem steht was?

Foto: ROBYN BECK/ AFP

Los Angeles - Niemand, so scheint es derzeit, kann Sandra Bullocks zweiten Frühling stoppen. Die Schauspielerin, die mit 46 Jahren ihrem Stammsujet "romantische Komödie" unwiderruflich entwachsen und deren Karriere deshalb erledigt schien, ist bei Zuschauern und Hollywood-Produzenten neuerdings so beliebt wie noch nie.

Grund ist der kommerzielle Erfolg ihrer beiden Filme "Selbst ist die Braut" (deutscher Titel: "The Proposal") und "The Blind Side" - letzterer ist das erste Drama mit einer einzigen weiblichen Hauptdarstellerin, das an den US-Kinokassen die magische Einspielsumme von 200 Millionen Dollar überstieg. Seitdem kann sich Bullock vor Ehrungen kaum retten.

So auch bei den SAG Awards, den Auszeichnungen der amerikanischen Schauspielergewerkschaft, die am Samstag in Los Angeles verliehen wurden. Bullock erhielt den Preis als beste Hauptdarstellerin für ihre Darstellung in "The Blind Side".

Bullock war es auch, die ihrer Kollegin Betty White - in bester Erinnerung als "Rose" aus der US-Sitcom "Golden Girls" - den Preis für deren Lebenswerk überreichen durfte - beide spielten zuletzt gemeinsam in der Komödie "Selbst ist die Braut".

"Jeder hält Betty für unglaublich inspirierend", sagte Bullock in ihrer Laudatio. "Sie arbeitet seit mehr als 60 Jahren in einem Geschäft, in dem es gar nicht gern gesehen wird, wenn Menschen älter werden. Aber ich sage Ihnen ehrlich: Mir geht Betty auf den Keks. Betty, im Vergleich zu dir komme ich mir wie eine lahme Ente vor."

White erwiderte: "Sandra Bullock ist so wunderbar. Ist es nicht schön zu sehen, wie weit man kommen kann, wenn man so unansehnlich ist wie sie?"

"Unansehnlich" war auch auf dem roten Teppich natürlich keine der Damen - dennoch traf manche den modischen Jackpot zielsicherer als andere. Ganz böse wurde über Meryl Streep gelästert: "Meryl, Sie fühlen sich in Hollywood wie zu Hause", schrieb beispielsweise die New Yorker "Daily Mail", "aber mussten Sie deshalb gleich im Bademantel kommen?"

pad

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