Schachlegende: Bobby Fischer in Island beerdigt - DER SPIEGEL
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Schachlegende Bobby Fischer in Island beerdigt

Schach-Genie, Symbol des Antikommunismus und Verschwörungstheoretiker: Jahrzehnte gab das chaotische Leben von Bobby Fischer Rätsel auf - am Montag wurde der Ex-Schachweltmeister im Süden Islands beerdigt.
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Reykjavik - An der Trauerfeier nahe der Ortschaft Selfoss nahmen nur wenige Menschen teil, wie der Fernsehsender Kanal 2 berichtete. Fischer starb am Donnerstag vergangener Woche im Alter von 64 Jahren in einer Klinik in Reykjavik an Nierenversagen.

Fischer, der als Genie galt, wurde 1972 weltbekannt: Als erster Amerikaner gelang es ihm mitten im Kalten Krieg, einem Spieler aus der Sowjetunion, Boris Spasski, den Titel des Schachweltmeisters abzujagen.

In der Folgezeit machte Fischer besonders durch polemische Äußerungen auf sich aufmerksam. Wiederholt formulierte der Sohn einer jüdischen Mutter antisemitische Verschwörungstheorien. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA bezeichnete er als "wunderbare Neuigkeiten". Im Jahr 2004 wurde er in Japan mit einem abgelaufenen Pass erwischt und für acht Monate inhaftiert. Anschließend ließ er sich in Island nieder, um einer drohenden Auslieferung an die USA zuvorzukommen.

cjp/AP