Karl Lagerfeld: Motzender Modezar
Schlechtgelaunter Modezar Karl Lästerfeld
Paris - Karl Lagerfelds Zunge ist so scharf wie seine Outfits. Dem 73-Jährigen ist nichts und niemand gut genug (außer seine eigenen Kreationen). Heidi Klum zum Beispiel ("Ich kenne diese Frau nicht.") ist ihm zu gewöhnlich. Wolfgang Joop auch ("International kennt ihn doch keiner."). Und weil er schon dabei war, watschte er einst auch noch Jil Sander ab. Bei einem Besuch der russischen Zeitung "Metro" in Paris nahm er sich jetzt Kollegen aus der Popwelt vor.
"Adele ist derzeit voll angesagt", erklärte der Chanel-Designer im Interview mit den Chefredakteuren der Zeitung. Allerdings sei Adele ihm ein bisschen zu fett. Zumindest billigte er der Grammy-Gewinnerin eine schöne Stimme und ein schönes Gesicht zu. Aber das Gewicht der britischen Sängerin missfiele ihm.
Auch nicht en vogue fand Lagerfeld die Mittelfingergeste der Sängerin M.I.A. Sie hatte bei ihrem Super-Bowl-Auftritt die uncharmante Handbewegung in die Kamera gemacht. "Heutzutage zeigen die Leute ihren Mittelfinger ziemlich schnell", urteile Lagerfeld. "Das ist nicht gerade das beste Benehmen. Alle tun das, was ist also neu daran?" Der Mittelfinger sei seiner Meinung nach zur schlechten Angewohnheit geworden.
Am schlimmsten allerdings mussten die russischen Männer einstecken. "Wenn ich eine Frau in Russland wäre, wäre ich eine Lesbe, so viele Männer dort sind hässlich", sagte Lagerfeld laut MTV während seiner Zeit bei "Metro". Zumindest die russischen Frauen fand der Modezar schön. Und, ach ja, Wladimir Putin: Der russische Regierungschef sehe seiner Meinung nach blendend aus.
Das Gratisblatt "Metro" hat nach eigenen Angaben allein in der Metropole Moskau mehr als 2,8 Millionen Leser. Kann man nur hoffen, dass die meisten weiblich sind. Und schlank.