Schwarzer James Bond: Ende der Durchsage
Debatte um schwarzen Bond Nur nicht drüber reden
Die Frage, ob der nächste James Bond ein Schwarzer sein kann, bewegt die Filmwelt schon seit geraumer Zeit. Immer wieder fällt in der Debatte der Name Idris Elba ("The Gunman"). Doch der 43-Jährige ist davon offenbar inzwischen ziemlich genervt.
"Wenn es jemals eine Chance gab, dass ich Bond spiele, ist sie verschwunden", sagte Elba unlängst. Es sei schon zu viel darüber geredet worden. Und als ihn jetzt ein Reporter des US-Magazins "Variety" auf die Rolle des Geheimagenten ansprach, reagierte Elba wortkarg.
Aufhänger war eine Aussage des Bond-Autors Anthony Horwitz. Der hatte gemault, Elba sei ein wenig "zu rau" für die Rolle, ein bisschen zu sehr "Straße". Ob Elba das gekränkt habe, wollte der "Variety"-Mann wissen. Antwort: "Nein." Frage: Warum nicht?" Elba: "Ich habe ganz ehrlich andere Dinge gemacht, ich habe das nicht beachtet."
"Es ist ein Gerücht"
Der Reporter lässt nicht locker und wirft einen Satz in die Luft, den Elba auffangen soll. "Ich weiß", sagt der Reporter, "Sie werden viel zu James Bond gefragt." Darauf Elba: "Das stimmt. Ich habe wirklich nichts Konstruktives dazu zu sagen. Abgesehen davon: Es ist ein Gerücht." Natürlich könne er sich vorstellen, dass ein Schwarzer den Bond gebe. Das war's.
Bisher verkörpern stets weiße Schauspieler den berühmten Filmagenten: Sean Connery, Roger Moore, Pierce Brosnan, im aktuellen Film "Spectre" Daniel Craig. Und der gilt als Urheber der Debatte um einen schwarzen Bond. Vor vier Jahren schon soll er gesagt haben, Elba würde das gut machen.
Inzwischen aber mag auch Craig darüber nicht mehr reden. "Es ist mir scheißegal, welche Hautfarbe er hat", sagte der 47-Jährige jüngst der britischen Zeitung "Sun".