"Operation Goldfinger" Spanische Justiz stellt Ermittlungen gegen Sean Connery ein
Sean Connery bei den US Open 2013: Ermittlungen in Spanien eingestellt
Foto: Jason Szenes / dpaMálaga - Jahrelang versuchte die spanische Justiz, Sean Connery und seiner Frau eine Rolle in einem Immobilienskandal nachzuweisen. Ohne Erfolg, die Ermittlungen gegen den britischen Filmstar wurden nun eingestellt. Der zuständige Richter ordnete an, den Fall des ehemaligen "Bond"-Darstellers zu den Akten zu legen.
In dem Verfahren ging es um die Villa "Malibu" im südspanischen Marbella, die Connery und seine Ehefrau Micheline Roquebrune nach ihrer Hochzeit im Jahr 1975 erworben hatten. Das Paar hatte die Immobilie Ende der Neunziger wieder verkauft - und dabei eine großen Gewinn gemacht. Beiden wurde daraufhin Steuerhinterziehung, Korruption und Geldwäsche vorgeworfen.
Der Richter sah nun jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass der Schotte mit dem Geschäft zu tun hatte, berichtete die Nachrichtenagentur Efe. In den Unterlagen tauche nirgends die Unterschrift des 83-jährigen Schauspielers auf. Der Jurist räumte ein, dass es ein Fehler gewesen sei, die Affäre nach dem James-Bond-Film "Goldfinger" zu benennen. Dies habe den Eindruck erweckt, dass Connery im Mittelpunkt der Ermittlungen gestanden habe. "Dies ist von der Wirklichkeit weit entfernt", sagte der Richter.
Die Justiz ermittelt in dem Fall gegen etwa 20 Verdächtige. Der Wert der Villa soll darauf zurückzuführen sein, dass auf dem Grundstück unrechtmäßig Luxuswohnungen errichtet wurden. Bei der Baugenehmigung soll es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Zudem sollen Gelder am Fiskus vorbeigeschleust worden sein.