Los Angeles und Miami Durchsuchungen in Villen von Rap-Mogul Sean »Diddy« Combs
Polizeieinheiten vor dem Haus von Sean Combs in Los Angeles
Foto: Eric Thayer / dpaDie juristischen Probleme für Sean Combs, auch bekannt unter seinem Künsternamen »Diddy«, werden derzeit nicht weniger. Zuletzt hatten ihm mehrere Frauen Vergewaltigung und Missbrauch vorgeworfen, was der Musiker dementierte. Nun wurde das Department of Homeland Security bei Combs vorstellig. In mindestens zwei US-Metropolen wurden Häuser des Künstlers durchsucht.
In Los Angeles und Miami gab es demnach Aktionen der Ermittler, über die unter anderem der britische »Guardian« berichtet . Möglicherweise war auch New York betroffen, hier sind die Berichte nicht eindeutig.
Villa von Sean Combs in Los Angeles
Foto: MEGA / GC Images / Getty ImagesCNN zeigt Luftaufnahmen von der Aktion in Los Angeles. Dabei sind bewaffnete Sicherheitseinheiten in Tarnkleidung zu erkennen. Gepanzerte Polizeifahrzeuge stehen vor dem luxuriösen Anwesen. Die Behörde wollte sich bisher nicht zu den Hintergründen äußern.
Das Department of Homeland Security, auch Heimatschutzministerium genannt und am ehesten mit dem deutschen Innenministerium vergleichbar, dient dem Schutz der US-Bevölkerung und des Staatsgebiets.
Laut dem »Guardian« wurde die Aktion von Agenten in New York koordiniert. Dort sieht sich Combs mit mehreren Verfahren konfrontiert. Drei Frauen hatten Zivilklagen mit Vorwürfen von sexueller Gewalt gegen Combs vorgebracht, darunter seine Ex-Freundin, die Sängerin Cassie. Mit Cassie einigte sich Combs Mitte November rasch auf einen Vergleich.
Einigung mit Ex-Partnerin – aber andere Verfahren laufen
Die Klägerin hatte dem Musiker während ihrer jahrelangen Beziehung unter anderem sexuellen Missbrauch, Vergewaltigung, Einschüchterung und körperliche Gewalt vorgeworfen. Einzelheiten über die Bedingungen des Vergleichs wurden nicht bekannt.
Weitere Verfahren laufen aber noch. Unter anderem wirft eine namentlich nicht genannten Frau Combs und zwei weiteren Männern vor, in dem New Yorker Studio des Rappers vergewaltigt worden zu sein. Sie sei unter Alkohol und Drogen gesetzt worden. Zu dem Zeitpunkt im Jahr 2003 sei sie erst 17 Jahre alt gewesen. Combs weist dies zurück.
Einsatz in Miami Beach
Foto: Rebecca Blackwell / APDer Rapper (»Bad Boy for Life«, »I'll Be Missing You«), der auch als Plattenproduzent, Schauspieler und Geschäftsmann tätig ist, zählt zu den erfolgreichsten Vertretern der Hip-Hop-Branche. Bei der Vergabe der MTV Video Music Awards im September wurde Combs als Pionier und für seine einflussreiche Karriere mit dem »Global Icon Award« ausgezeichnet.