Sean Spicer bei Papst Franziskus in Rom - DER SPIEGEL
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Sean Spicer beim Papst Und er empfängt mich doch!

Der US-Präsident wollte ihn nicht dabeihaben - jetzt hat sich Trumps ungeliebter Ex-Pressesprecher Sean Spicer selbst aufgemacht nach Rom, um den Papst zu treffen. Inspirierend!
Papst Franziskus begrüßt Sean Spicer im Vatikan
Papst Franziskus begrüßt Sean Spicer im Vatikan

Papst Franziskus begrüßt Sean Spicer im Vatikan

Foto: AP/ LOsservatore Romano
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Die Letzten werden die Ersten sein: Als US-Präsident Donald Trump im Mai Papst Franziskus besuchte, musste Pressesprecher Sean Spicer noch draußen bleiben. Damals wurde er von seinen Kritikern dafür belächelt. Doch jetzt hat es der gläubige Katholik doch noch in den Vatikan geschafft.

"Radio Vatikan" veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie Spicer in der Sala Clementina im apostolischen Palast in Rom dem Pontifex mit gebührendem Abstand gegenübersteht - und ihn mit seinem Handy fotografiert.

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Während einer Reise nach Rom war Spicer dem Nachrichtensender CNN zufolge am Sonntag eine Audienz beim Papst gewährt worden, während der er auch Franziskus' Hand geschüttelt haben soll. Wie die Jesuitenzeitschrift "America Media" berichtet, waren drei republikanische und ein demokratischer Kongressabgeordneter mit Spicer unterwegs, um an einem Treffen des International Catholic Legislators Network teilzunehmen.

Der Republikaner Alex Mooney aus West Virginia sagte, das Treffen mit dem Papst sei "sehr inspirierend" gewesen. Spicer selbst äußerte sich nicht zu seiner Begegnung mit dem katholischen Kirchenoberhaupt.

Die Kommentare der Gläubigen waren überwiegend mitfühlend: So schrieb eine gewisse Patricia Ochman auf der Facebook-Seite von "Radio Vaticana": "Es war schwierig für Spicer, permanent für Trump lügen zu müssen. Es ist ein Segen für ihn, dass er dieser giftigen Administration entkommen ist."

Sean Spicer war am 21. Juli vom Amt des Pressesprechers des Weißen Hauses zurückgetreten. Aus Protest gegen Trumps Entscheidung, Anthony Scaramucci zum Kommunikationsdirektor zu machen. Aber auch, weil er seit seiner Ernennung harter Kritik von allen Seiten ausgesetzt war.

Für Empörung sorgten etwa seine "alternativen Fakten" zu den Besucherzahlen bei der Amtseinführung Trumps ("Es war das größte Publikum, das jemals bei einer Vereidigung dabei war, sowohl vor Ort als auch weltweit") sowie ein kruder Vergleich zwischen dem syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad und Adolf Hitler.

Als Trump auf Spicers Anwesenheit bei der Papstaudienz im Mai verzichtete, war dieser tief getroffen. Der Pressesprecher soll erst in letzter Minute erfahren haben, dass er nicht mitreisen durfte. Schon damals war dies als Zeichen dafür gedeutet worden, dass er nicht mehr in der Gunst des US-Präsidenten stand.

ala