Sienna Miller Kampf der Stutenbissigkeit
London - Unabdingbare Bedingung einer außerehelichen Affäre, so sollte man meinen, ist, dass sie im Geheimen stattzufinden hat. Für Sienna Miller und ihren Kurzzeit-Wegbegleiter Balthazar Getty lief das im vergangenen Sommer etwas anders: Das Paar, das sich an Bord einer Yacht im Mittelmeer vergnügte, zierte die Titelseiten aller Klatschmagazine.
Die Rollenverteilung war klar: Getty, anderweitig verheiratet und Vater von vier Kindern, war der schwache Tunichtgut, der den Lockungen seiner leichtbekleideten Versucherin Sienna Miller nicht zu widerstehen vermochte - aber eigentlich ein cooler Hund.
Das Verhalten der britischen Schauspielerin, obzwar Privatsache, wurde allerorts kommentiert und verurteilt, sie galt als "Ehebrecherin" und Schlimmeres.
In einem Interview mit dem britischen Magazin "Style" kritisiert Miller nun, dass sich ausgerechnet zumeist Frauen gegen sie gewendet hätten: "Ich war ohne Zweifel im Krieg. Ich hab wirklich am eigenen Leib gespürt, was es heißt, von Frauen verurteilt zu werden. Es sind Frauen, die Frauen einschränken. Es sind Frauen, die den Stab über Frauen brechen. Ich finde das ganz schön traurig."
Millers Ex-Freund Getty hatte zuvor in einem Zeitungsinterview bedauert, sie nicht gegen die Hetze in Boulevardmedien verteidigt zu haben: "Frauen haben historisch gesehen immer das Nachsehen in solchen Angelegenheiten."
Sienna Millers Bilanz fällt ebenfalls kulturpessimistisch aus: "Wir Frauen behaupten immer, wir wollten den Männer gleichberechtigt sein. Aber Männer sitzen nicht rum und zicken einander an. Dieses Konkurrenzdenken. Es gibt keine Solidarität unter Frauen."