Staatsbegräbnis: Sir Eds letzte Reise - DER SPIEGEL
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Staatsbegräbnis Sir Eds letzte Reise

Bewegender Abschied von einem der größten Abenteurer des 20. Jahrhunderts: Nepalesische Sherpas legten beim Staatsbegräbnis für den verstorbenen Mount-Everest-Bezwinger Sir Edmund Hillary tibetische Gebetsschals auf dem Sarg nieder.
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Wellington - "Er war unser Held, er brachte unserem Land Ruhm. Vor allem aber war er unser geliebter Sir Ed, für das, was er repräsentierte: Eine Entschlossenheit, alle Widerstände zu überwinden", sagte die neuseeländische Ministerpräsidentin Helen Clark. Hillary sei der "berühmteste Neuseeländer aller Zeiten", dessen Bescheidenheit, Tatkraft und Gemeinschaftssinn Inspiration für Generationen von Neuseeländern sei.

An dem Trauergottesdienst in der anglikanischen Kirche St. Mary's in Auckland nahmen rund 500 Würdenträger aus dem In- und Ausland teil, tausende verfolgten die Zeremonie auf im ganzen Land eingerichteten Public-Viewing-Plätzen.

Hillary war am 11. Januar im Alter von 88 Jahren einem Herzinfarkt erlegen. Seit der Erstbesteigung des höchsten Bergs der Erde am 29. Mai 1953 mit dem Sherpa-Führer Tenzing Norgay hatte er sich in zahlreichen Projekten für die Verbesserung der Lage von dessen Volk in Nepal eingesetzt.

Der Sohn von Hillarys Sherpa-Gefährten, Norbu Tenzing Norgay, sagte, die Sherpas trauerten um den Abenteurer wie im einen Vater und beteten für seine Seele und Wiedergeburt. Die Sherpas verehrten Hillary, weil er ihre Augen für "eine Welt voller Möglichkeiten" geöffnet habe.

Der Leiter der von Hillary gegründeten Himalaya-Stiftung, Ang Rita Sherpa, sagte, der Verstorbene sei "Idol und Inspiration für alle" gewesen. Seinem Engagement sei es zu verdanken, dass es in der Sherpa-Region 6500 Schüler in 63 Schulen, zwei Krankenhäuser, ein Dutzend Ambulanzen, eine Million neugepflanzter Bäume, eine sichere Wasserversorgung, Brücken und Bahnverbindungen gebe.

Hillarys Sohn Peter, der den Everest zweimal bestieg, sagte, sein Vater sei ein "wahrer Volksheld" gewesen. Den Sherpas zu helfen, sei seine große Berufung gewesen.

Nach dem Gottesdienst wurde Hillary in einer privaten Zeremonie eingeäschert. Er hatte darum gebeten, dass seine Asche in Aucklands Waitemata Harbor verstreut wird und später vielleicht an Land gespült wird, "um meinen Lebenszyklus zu vollenden".

jdl/AP

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