Sylvester Stallone: Klage gegen Warner Brothers - DER SPIEGEL
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Klage in Los Angeles: Stallone vs. Warner Brothers

Foto: DDP/ United Archives

Klage gegen Warner Brothers Der "Demolition Man" will Kohle

Hat das Filmstudio Warner Brothers Sylvester Stallone um Profite aus dem Film "Demolition Man" geprellt? Das behauptet der Schauspieler in einer Klage.
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Sylvester Stallone wirft dem Filmstudio Warner Brothers Betrug und Vertragsbruch vor. Der Schauspieler und Regisseur reichte am Mittwoch über seine Firma Rogue Marble Klage in Los Angeles ein.

Das Branchenblatt "Hollywood Reporter" veröffentlichte die Klageschrift . Demnach fühlt sich Stallone um Profite aus "Demolition Man" betrogen. Der Science-Fiction-Film kam 1993 in die Kinos. An den Kinokassen lagen die Einnahmen bei rund 58 Millionen Dollar. Deutlich mehr verdiente der Film laut "Hollywood Reporter"  durch den Verkauf von Videos.

Filmstudios seien berüchtigt für ihre Gier, heißt es in der Klage. Stallone sollte demnach 15 Prozent der Einnahmen bekommen, wenn der Film 125 Millionen Dollar einspielt. Bei 200 Millionen wäre sein Anteil auf 17,5 Prozent gestiegen, bei 250 Millionen auf 20 Prozent. Zumindest die 125 Millionen Dollar seien erreicht worden, heißt es in der Klageschrift.

Stallone wirft Warner Brothers vor, das Studio habe die Höhe der Einnahmen aus dem Film bewusst verschwiegen, um keine Zahlungen an ihn zu leisten. Das Studio habe sich unehrlich und habgierig verhalten, heißt es in der Klage. Von 1997 an habe Stallone keine Übersicht seiner Beteiligung an den Einnahmen erhalten. Erst auf Druck seines Managements sei ihm eine Seite sowie ein Scheck über 2,8 Millionen Dollar zugeschickt worden. Diese Nachzahlung - genauso wie die Dokumentation - sei aber unzureichend.

Der Action-Star verlangt nun eine weitere Entschädigung in nicht genannter Höhe. Zudem fordert Stallone, dass Warner Brothers zukünftig Einblick in seine Rechnungsbücher gewähren soll, so dass auch andere Schauspieler rechtmäßig für ihre Arbeit entlohnt würden.

Warner Brothers gab keinen Kommentar zu der Klage ab. Das Filmstudio brachte 2015 den Stallone-Film "Creed" in die Kinos, Stallone wurde für einen Oscar nominiert.

In "Demolition Man" spielen neben Stallone auch Wesley Snipes und Sandra Bullock mit. Es geht um einen Schwerverbrecher und einen Polizisten, die im Jahr 1996 zu 70 Jahren Haft verurteilt und eingefroren werden. Im Jahr 2032 werden beide wieder aufgetaut und bekämpfen sich erneut - in der mittlerweile gewaltfreien, politisch-korrekten Super-Großstadt San Angeles.

ulz/dpa