Sängerin gegen Moderator: Swift und der Grabscher-Prozess
Taylor-Swift-Grapschprozess Sie hält Wort
Taylor Swift durchlebt eine erfolgreiche Woche: Am Montag hatte ein Gericht in Denver im US-Bundesstaat Colorado Swifts Klage gegen den Moderator David Mueller wegen sexueller Belästigung stattgegeben. Nun löst die Sängerin offenbar ein Versprechen ein, das sie vor Beginn des Prozesses für den Fall eines juristischen Erfolgs gemacht hatte: Sie spendet für den guten Zweck.
Sie wolle mit dem Gerichtsprozess Frauen ermutigen und unterstützen, die Opfer sexueller Übergriffe und Gewalt geworden sind, hatte Swift vor einiger Zeit gesagt. Dafür hat sie nun größere Beträge an entsprechende Wohltätigkeitsorganisationen überwiesen, wie die "Huffington Post" berichtet .
Zu den Profiteuren gehört demnach unter anderem die Stiftung der Schauspielerin Mariska Hargitay, einer Freundin Swifts. "Taylor weiß über die Joyful Heart Foundation Bescheid und verfolgt unsere Arbeit", sagte Stiftungsvorstand Maile M. Zambuto dem Portal. "Ich hoffe, dass Taylors sehr öffentliche Erfahrung - und ihre Entscheidung, darüber zu sprechen - nicht nur dabei hilft, die Opfer zu ermutigen, selbst in Aktion zu treten", sagte Stiftungsgründerin Hargitay - "sondern ihnen auch Solidarität vermittelt."
Sängerin gegen Moderator: Swift und der Grabscher-Prozess
Wie viel Geld Swift insgesamt noch und an welche anderen Organisationen spendet, ist nicht bekannt. Die Entschädigungszahlungen aus dem Prozess werden jedenfalls wohl kaum die Ausgaben für die Spenden decken: Die Geschworenen entschieden, dass Radiomoderator Mueller wegen sexueller Belästigung einen symbolischen Betrag in Höhe von einem Dollar an Swift zahlen muss.
Die 27-Jährige hatte dem früheren Radio-DJ vorgeworfen, ihr im Juni 2013 bei einem Fototermin unter den Rock gegriffen und ihren Po begrapscht zu haben. Nach einem Anruf von Swifts Management verlor er seinen Job beim Lokalsender Kygo. Mueller hatte zunächst gegen Swift, ihre Mutter und ihren Manager geklagt, weil er sie für den Verlust seines Jobs verantwortlich machte.
Swift reichte daraufhin Gegenklage wegen sexueller Belästigung ein. Das Gericht entschied, dass Swifts Verantwortung für Muellers Entlassung nicht nachgewiesen werden könne. Die Sängerin bedankte sich später bei ihren Unterstützern. Sie wisse um ihre privilegierte Situation, schrieb Swift in einem Statement. Aber sie hoffe, dass sie denjenigen helfen könne, "deren Stimmen auch gehört werden sollten".