David Cameron: Spaßanrufer zu britischem Premier durchgestellt - DER SPIEGEL
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Angeblicher Geheimdienstchef Spaßanrufer zu britischem Premier Cameron durchgestellt

Er sei der Chef des britischen Geheimdiensts und wolle mal bitte David Cameron sprechen: Mit dieser simplen Masche ist ein Anrufer in Großbritannien zum Staatschef durchgestellt worden. Ein anderer Spaßanrufer bekam die Handynummer des Geheimdienstchefs.
Da stimmt doch was nicht? David Cameron hatte einen Scherzkeks am Telefon
Da stimmt doch was nicht? David Cameron hatte einen Scherzkeks am Telefon

Da stimmt doch was nicht? David Cameron hatte einen Scherzkeks am Telefon

Foto: Russell Cheyne/ AFP
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London - Den britischen Premier David Cameron ans Telefon zu kriegen ist offenbar nicht besonders schwierig. Alles, was man dafür tun muss: Man rufe in der Downing Street an, gebe sich als Chef des britischen Geheimdiensts aus und verlange den Regierungschef.

Auf diese Weise wurde am Sonntag ein Anrufer in Großbritannien zu Cameron durchgestellt. Als dieser merkte, dass es sich um einen Scherz handelte, legte er allerdings auf.

Der Anrufer habe vorgegeben, er sei Robert Hannigan, der Chef des Geheimdienstes GCHQ, sagte eine Sprecherin der britischen Regierung. Sein Anruf sei auf ein offizielles Mobiltelefon Camerons weitergeleitet worden, das Telefonat sei aber nur kurz gewesen und dem Scherzkeks seien keine geheimen Informationen mitgeteilt worden.

Wenige Stunden zuvor hatte es offenbar schon einen Spaßanruf beim GCHQ selbst gegeben - dabei soll es dem Anrufer gelungen sein, die Mobiltelefonnummer des Geheimdienstchefs zu erfahren. Das berichtet der britische "Guardian". Das betroffene Handy werde von Hannigan nicht für vertrauliche Gespräche genutzt, aber man nehme die Vorfälle ernst und werde nun die Sicherheitsvorkehrungen überprüfen, so die Regierungssprecherin.

Auch Camerons Vorgänger Tony Blair war Opfer eines Telefonstreichs geworden: Ein Radiomoderator hatte sich damals als William Hague, Parteiführer der britischen Konservativen, ausgegeben. Blair bewies Humor: Ihm war schnell klar, dass der Anrufer nicht Hague war, da dieser ihn noch nie mit Tony angeredet hatte - trotzdem spielte er das Spiel einige Minuten lang mit.

Wer hinter den aktuellen Telefonscherzen steckt, ist noch unklar. Vor zwei Jahren hatte sich eine Krankenschwester in Großbritannien das Leben genommen, nachdem sie auf den Anruf von zwei australischen Radiomoderatoren hereingefallen war: Diese hatten sich als Queen Elizabeth II. und Prinz Charles ausgegeben, um an Informationen über den Gesundheitszustand der schwangeren Herzogin Catherine zu kommen, die damals wegen schwerer Schwangerschaftsübelkeit Patientin im King Edward VII. Hospital war. Die Krankenschwester stellte sie an eine Kollegin durch, die den Moderatoren tatsächlich Auskunft gab.

vet/AFP

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