Topmodel Gisele Bündchen: "Mode-Industrie macht nicht magersüchtig" - DER SPIEGEL
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Topmodel Gisele Bündchen "Mode-Industrie macht nicht magersüchtig"

Viel gescholten wurden Designer und Models: Sie würden mit ihren Zero-Größen und klapperdürren Mannequins Frauen und Mädchen in die Magersucht treiben. Topmodel Gisele Bündchen sieht das anders: Schwache Familien seien schuld an einer Anorexie.
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Rio de Janeiro - Sie habe nie an einer Magersucht gelitten, weil sie sehr starken Rückhalt von der Familie bekommen habe, sagte Gisele Bündchen während der derzeitigen Fashion Week in Rio de Janeiro. "Eltern sind verantwortlich, nicht die Mode-Industrie", sagte die 26-jährige Brasilianerin der Zeitung "O Globo".

Das Topmodel ging sogar noch weiter: Model zu sein, sei eine Sache der Gene. "Jeder weiß, dass die Norm in der Mode 'dünn' ist, aber entschuldigen Sie, es gibt Menschen, die mit den richtigen Genen für diesen Beruf geboren werden", so Bündchen.

Der Veranstalter der diesjährigen Modeschauen in Rio de Janeiro haben erstmals Mädchen unter 16 Jahren von den Laufstegen verbannt - weil Mitte November das brasilianische Model Ana Carolina Reston an den Folgen einer Magersucht gestorben war. Die 21-Jährige hatte mit 13 Jahren angefangen, wurde ein erfolgreiches Fotomodel, arbeitete für die großen Modelabels. Zuletzt hatte sie bei einer Körpergröße von 1,74 Meter nur noch 40 Kilogramm gewogen.

fba/Reuters

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