Taylor Swift: Countrystar übertrumpft die Konkurrenz
Topverdiener der US-Musikbranche Taylor $wift
New York - Country schlägt HipHop, Rock und Pop - zumindest, wenn es um die Einnahmen geht: Niemand hat 2011 im US-Musikgeschäft mehr verdient als Taylor Swift. Die 22-Jährige nahm in den USA durch Tourneen, Plattenverkäufe und Lizenzgebühren 35,7 Millionen Dollar ein. Das berichtet die renommierte Fachzeitschrift "Billboard" , die seit einigen Jahren das Ranking erstellt.
Swift lag dem Bericht zufolge fast vier Millionen Dollar vor den Rock-Veteranen von U2, die auf 32 Millionen kamen. Unter den besten Fünf waren Countrysänger Kenny Chesney (29,8 Millionen), Lady Gaga (25,4) und Rapper Lil Wayne (23,2).
Sängerin Sade (16,4 Millionen), Bon Jovi auf Platz sieben (19,8) und Celine Dion auf Rang acht (14,3) sowie Countrystar Jason Aldean (13,4) und Adele schafften es in die Top Ten. Ihre 13,1 Millionen verdanke Adele vor allem den überragenden Verkaufszahlen ihres Albums "21", schrieb das Blatt - denn die Sängerin hatte zehn Konzerte in den USA wegen Stimmbandproblemen absagen müssen.
Ebenso sehr wie manche Namen in den Top Ten überrascht, wer auf den hinteren Plätzen landete, etwa Justin Bieber auf Platz 35 oder Rihanna auf Rang 22. Bei dem Teeniestar führte "Billboard" dies darauf zurück, dass er zwar ordentliche Plattenverkäufe gehabt habe, aber in den USA nicht auf Tour gewesen sei: "Tourneen waren bei weitem die größten Einkommensbringer für jeden Superstar-Künstler - und werden es auf absehbare Zeit auch bleiben."
Es spiele auch eine Rolle, dass manche Künstler vorwiegend in kleineren Clubs auftreten - damit seien die Einnahmen automatisch geringer als bei Stars, die nur in großen Hallen oder Stadien auf die Bühne gehen. Dadurch erkläre sich beispielsweise, warum keine Dance-Künstler auf der Liste seien.
Einige der bekanntesten Namen der US-Musikbranche tauchen in dem Ranking gar nicht auf. Nicht vertreten sind beispielsweise Beyoncé, Jay-Z oder Jennifer Lopez. Dies erklärt die Zeitschrift damit, dass lediglich Einkommensquellen in den USA berücksichtigt, Sponsorenverträge, Merchandising oder Synchronisationen aber nicht eingerechnet worden seien.