Ulrich Tukur: Die Einsicht eines Hornochsen - DER SPIEGEL
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Ulrich Tukur Die Einsicht eines Hornochsen

Der Schauspieler Ulrich Tukur geht mit seinen Geschlechtsgenossen hart ins Gericht: Er unterstellt ihnen, ein Leben lang hinter den Frauen herzujagen - und die Richtige dabei zu verpassen. Eine Erfahrung, die er selbst machen musste.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

München - Konsequent rechnet Tukur mit der männlichen Unstetigkeit bei der Suche nach der Frau fürs Leben ab: "Männer zwischen 30 und 40 sind die größten Hornochsen. Man rennt und rennt und denkt immer, man verpasst was wie Peer Gynt, und dann denkt man sich: 'Ich Idiot, das war doch die Richtige'", sagte der 50-Jährige in der Sendung "Stars & Hits", die am Sonntag im Hörfunksender Bayern 3 ausgestrahlt wird.

Tukur lebt seit sieben Jahren mit seiner zweiten Frau, der Fotografin Katharina John, in Venedig. In der NDR-Talkshow erklärte er kürzlich, dass es ihm mit ihr genauso gegangen sei. Erst als sie sich trennten, sei bei ihm der Groschen gefallen und es habe ihn Mühen gekostet, sie zurückzuerobern.

Auch mit Eifersucht in einer Beziehung kann Tukur nichts anfangen. "Ich finde das demütigend und peinlich, besonders wenn man sich selber Dinge herausnimmt und dann seine Frau oder Freundin anklagt, weil sie sich dasselbe erlaubt. Das ist einfach das Letzte", sagte er.

Für ausgiebige Feiern hält sich Tukur trotz seiner 50 Jahre immer noch für jung genug. "Ich will die Nächte immer noch zum Tag machen, ganz viel trinken und feiern, am nächsten Tag leide ich dann fürchterlich, und der Schwabe in mir sagt: 'Ja, hättest es halt nicht gemacht'."

Tukur ist in Kürze in der Martin-Walser-Verfilmung "Ein fliehendes Pferd" im Kino zu sehen.

jjc/ddp

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