Unbeliebteste Prominente Harald Schmidt pfeift auf sein Image
Frankfurt am Main - Es stört ihn nicht, dass ihn einer Imas-Umfrage zufolge nur 36 Prozent der Deutschen für sympathisch erklären: "Beliebt oder unbeliebt - das interessiert mich gar nicht", sagte Harald Schmidt der "Frankfurter Rundschau". "Mir gefällt die Gesellschaft auf den hinteren Plätzen. Ich liege seit Jahren solide zwischen Wolfgang Lippert und Gregor Gysi", sagte der 51-Jährige.
Er habe schon erwogen, ein gemeinsames Essen der Unbeliebten zu organisieren. "Gysi finde ich ja wirklich witzig", sagte der Entertainer, der mit seiner ARD-Show am 9. Oktober aus der Sommerpause zurückkehrt.
Schmidt glaubt auch nicht, dass seine Unbeliebtheit seinem neuen Ehrenamt als Schirmherr der gemeinnützigen Stiftung Deutsche Depressionshilfe schadet: "Ich äußere mich ja keine Sekunde medizinisch", sagte der gebürtige Schwabe. "Ich soll nur mediale Anschubhilfe leisten."
Depressionen seien eine weitverbreitete Krankheit, über die Betroffene aber oft schwiegen, weil ihr Leiden ihnen peinlich sei. "Mich hat schon immer gestört, dass Krankheiten einen Imagefaktor haben", betonte Schmidt. Dass gerade er sich für Depressive engagiere, hält er für passend: "Viele Leute, die psychisch ein paar Probleme haben, sagen mir, dass ich ihnen abends beim Einschlafen helfe, nach dem Motto: Alles doch nicht so tragisch."
Gerne würde er eine Depressionsgala nach dem Vorbild der Aids- und Krebs-Galas moderieren, sagte Schmidt.
jjc/ddp/dpa