Sandra Bullock & Jesse James: Keine Chance auf Wiedervereinigung
Untreuer Ehemann Sandra Bullock "stolz" auf Jesse James
Los Angeles - Obwohl sie von ihrem Gatten mehrfach betrogen wurde und die Affären lang und breit in der Öffentlichkeit diskutiert wurden, scheint Sandra Bullock so etwas wie Wohlwollen für ihren untreuen Mann bewahrt zu haben. Der behauptet nun in einem Interview mit dem US-Sender ABC, seine Frau sei froh gewesen, dass er zur Behandlung seiner Sexsucht in eine Klinik gegangen sei.
"Ich sagte ihr, dass ich mir Hilfe suchen werde", erzählte James in der am Dienstagabend (Ortszeit) ausgestrahlten Sendung "Nightline". Sandra habe daraufhin erklärt, sie sei stolz auf ihn.
Der 41-jährige James ist davon überzeugt, dass die Enthüllungen über sein alles andere als monogames Liebesleben für Bullock nicht völlig überraschend kamen: "Ich glaube, sie hat schon früher einen Verdacht gehegt, aber ich habe gelogen und mich immer wieder aus der Affäre gezogen."
"Ich habe alle in allem belogen, auch mich selbst", so die späte Erkenntnis des Motorradfans, der wiederholt seine Vorliebe für ganzkörpertätowierte Damen gezeigt hatte. Als der Skandal dann seinen Lauf nahm, habe er Bullock "eigentlich alles" über seine Fehltritte gebeichtet.
Das Paar hatte sich nach Berichten über James' Affäre mit der als "Tattoo-Luder" berühmt gewordenen Stripperin Michelle "Bombshell" McGee kurz nach der Oscar-Verleihung getrennt. Bullock war für ihre Rolle in "The Blind Side" als beste Schauspielerin ausgezeichnet worden. Später kam heraus, dass ihr Mann außereheliche Affären mit mindestens vier Frauen gehabt haben soll.
"Als ich es tat, wusste ich, dass es schrecklich ist, und ich fühlte mich schrecklich", sagte er jetzt im ABC-Interview. "Und ich wusste auch, dass ich schließlich erwischt werde, und ich glaube, ich wollte erwischt werden", so der Schwerenöter.
"Überhaupt nicht witzig"
Bullock hatte sich nach der Trennung vorübergehend aus dem Rampenlicht zurückgezogen und angekündigt, den fünf Monate alten Ziehsohn Louis allein adoptieren und großziehen zu wollen. James zeigte sich in dem Gespräch begeistert von den Mutterqualitäten Bullocks und schwärmte in höchsten Tönen: "Sie ist wie ein Fisch im Wasser. Sobald sie das Baby in ihrem Armen hatte, war das automatisch und erstaunlich."
James bestritt in dem Interview seine Nähe zu nationalsozialistischen Ideen. Während seines Klinikaufenthaltes war ein Foto von ihm aufgetaucht, das ihn mit SS-Mütze auf dem Kopf und den Hitlergruß imitierend zeigte. Die Aufnahme sei für einen Moment lang witzig gewesen, damals, "wahrscheinlich für eine Minute", sagte James jetzt. "Aber im heutigen Kontext und in meinem jetzigen Leben ist das überhaupt nicht witzig", so seine Erkenntnis. Es sei schon hart genug gewesen, die Ehe und den Sohn zu verlieren, "dann auch noch ein Rassist genannt zu werden, macht mich wirklich traurig."
Bullock und der knapp fünf Jahre jüngere James kennen sich seit 2003, sie heirateten im Sommer 2005. Für James war es die dritte Ehe, für Bullock die erste. Der Motorrad-Experte wurde mit der auf dem Discovery Channel gesendeten Reality-Show-Serie "Monster Garage" bekannt.