US-Sänger Macklemore unter Antisemitismus-Verdacht - DER SPIEGEL
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US-Rapper Macklemore: "Respektiere alle Kulturen und Menschen"

Foto: AP/ The Seattle Times, Lindsey Wasson

US-Sänger Macklemores Ärger mit der Hakennase

Er trug eine schwarze Perücke, einen Vollbart und eine künstliche Hakennase. Der US-Sänger Macklemore hat Ärger wegen einer Verkleidung, die er bei einem Auftritt in Seattle trug. Der Vorwurf: Er habe ein antisemitisches Klischee bedient.
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Seattle - Es sollte nur eine harmlose Verkleidung sein, doch sie löste eine Welle der Empörung in sozialen Netzwerken aus: Der US-Sänger Macklemore ("Thrift Shop") ist nach einem Auftritt in seiner Heimatstadt Seattle in die Kritik geraten - und hat sich nun entschuldigt.

Mit einer schwarzen Perücke, einem dichten schwarzen Bart und einer angeklebten Hakennase stand Macklemore bei einem Auftritt im EMP Museum in Seattle auf der Bühne. Kritiker werfen ihm nun Antisemitismus vor, er soll mit seiner Verkleidung jüdische Klischees bedient haben.

"Es war absolut nicht meine Intention und ich habe zum Zeitpunkt des Auftritts nicht gemerkt, dass es so aussehen könnte", schreibt der Sänger, der mit bürgerlichem Namen Ben Haggerty heißt, nun in einer Mitteilung auf seiner Homepage : "Ich respektiere alle Kulturen und Menschen. Ich entschuldige mich aufrichtig bei allen, die ich beleidigt haben sollte."

Macklemore schrieb weiter, dass er die Accessoires seines Kostüms wahllos zusammengesucht habe. Er habe sich verkleidet, um unbemerkt im Publikum umhergehen und die Menschen dann mit seinem Auftritt überraschen zu können.

Macklemore war in der Vergangenheit nie mit beleidigenden oder antisemitischen Äußerungen aufgefallen - im Gegenteil: In seinen Liedern singt der 30-Jährige von Vielfalt und Toleranz. In seinem Lied "One Love" ruft er zur Unterstützung für Schwule und Lesben auf. Gemeinsam mit seinem Duo-Partner Ryan Lewis ist er zudem UN-Botschafter für Gleichberechtigung.

In seiner Mitteilung schrieb Macklemore: "Ich hoffe, dass jeder, der meine Intention infrage stellt, sich die Zeit nimmt und guckt, was für ein Künstler und Mensch ich sein will."

bka/AP

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