Stephanie Seymour: Die Beinah-Geschiedene
USA Multimillionär sagt Scheidung von Topmodel ab
Hamburg - Die Scheidung des amerikanischen Multimillionärs Peter Brant, 63, von seiner Ehefrau, Model Stephanie Seymour, 42, hätte locker eine jener großen Gerichtsschlachten werden können, die Klatschmagazine über Monate mit Stoff versorgen.
Schon das Vorgeplänkel versprach in dieser Hinsicht einiges: Anderthalb Jahre lang, berichtet das US-Blog "Daily Beast", wurde der Prozess von den Anwälten der beiden Eheleute vorbereitet, die Vorwürfe, die man sich gegenseitig machte, waren deftig:
Brant, der sein Vermögen als Papierhersteller machte, warf seiner Frau, die unter anderem für das Dessous-Label Victoria's Secret Mode präsentierte und in den neunziger Jahren zum Kreis der Topmodels gehörte, Alkoholmissbrauch, Untreue und Verschwendungssucht beim Einkaufen vor.
Sie beschuldigte ihn im Gegenzug, sie mit Prostituierten betrogen zu haben.
Doch am 20. September, so "Daily Beast", just als das Verfahren beginnen sollte, das über die Aufteilung der Besitztümer entscheiden sollte, gab das Paar bekannt, sich versöhnt zu haben. Hand in Hand seien Brant und Seymour zur Verblüffung ihrer Rechtsberater aus dem Gerichtsgebäude marschiert.
Der Grund für den plötzlichen Stimmungsumschwung ist ganz banal: Beim Ja-Wort vor 20 Jahren wurde kein Ehevertrag geschlossen, eine Scheidung wäre laut "Beast" schlicht zu langwierig und kostspielig.
Das Paar besitzt unter anderem luxuriöse Immobilien in Connecticut und Palm Beach sowie eine Kunstsammlung mit Werken von Jeff Koons, Andy Warhol und Jean-Michel Basquiat im Wert von 221 Millionen Dollar.
Die Medienkrise setzte Brant jedoch schwer zu, im Februar 2010 musste White Birch Paper Konkurs - eine kostspielige Scheidung musste Brant nun höchst unattraktiv erscheinen.
Das Paar, so "Daily Beast", entschied also, wohl auch im Interesse der drei gemeinsamen Kinder, die Ehe aufrecht zu erhalten und - locker zu bleiben. "Vielleicht", spekuliert ein Freund, "wollen sie die Dinge jetzt einfach ein bisschen "europäischer" sehen."