Usain Bolt: Premiere in London
Top-Sprinter Usain Bolt "Es hat keinen Spaß mehr gemacht"
Als schnellster Mann der Welt zählt Usain Bolt zu den Topstars der internationalen Sportwelt. Doch Ruhm und Geld, die der Status mit sich bringt, sind offenbar nicht automatisch Garanten für Motivation. Manchmal, das hat der Jamaikaner nun dem "Guardian" verraten, habe er sich zum Training aus dem Bett quälen müssen.
Sein Pensum vor Olympia in Rio 2016 und vor der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2015 sei sehr hoch gewesen. "Es hat keinen Spaß mehr gemacht." Stress und Druck hätten ihn belastet. In Rio feierte Bolt historische Erfolge, holte drei Goldmedaillen. Es war der Höhepunkt seiner Karriere, die sich nun dem Ende zuneigt - und damit auch den Druck von ihm nimmt.
Glücklich zum Training
"Ich bin viel entspannter und glücklich, zu trainieren, weil ich weiß, dass es nicht mehr so hart ist", sagte Bolt. Bei den Weltmeisterschaften 2017 will er über 100 Meter noch einmal antreten, dann tritt er ab. Seine Rivalen aber sollten ihn nicht unterschätzen - er sei immer noch schwer zu schlagen.
"Ich will nie verlieren", sagte Bolt. "Auch in einem einfachen Brettspiel. Ich bin immer vorbereitet. Egal wie sehr ich entspannt habe, ich bin immer ein ernstzunehmender Konkurrent."
Am Dienstag kommt der biographische Dokumentarfilm "I am Bolt" auf den Markt. Die Weltpremiere fand am Montag in London statt.