Verwirrter Keith Richards: Depp, der Dealer - DER SPIEGEL
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Keith Richards: Bekenntnisse eines Rockstars

Foto: Stephen Lovekin/ Getty Images

Verwirrter Keith Richards Depp, der Dealer

Wenn es mal wieder länger dauert: Der dauerbedröhnte Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards ging zwei Jahre lang davon aus, dass der in seinem Haus verkehrende Schauspieler Johnny Depp der Drogendealer seines Sohnes sei. Irgendwann bemerkte er seinen Irrtum.
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Keith Richards

Johnny Depp

London - Rolling-Stones-Gitarrist , 66, hat den Schauspieler bei dessen regelmäßigen Besuchen in seinem Haus für den Drogendealer seines Sohnes gehalten - und das zwei Jahre lang. "Eines Tages beim Abendessen dämmerte es mir plötzlich: Hilfe, Edward mit den Scherenhänden", sagte der Rocker der Zeitung "The Times", die ab diesem Wochenende Auszüge aus seiner Biografie "Life" druckt. Das Buch erscheint am 26. Oktober.

Depp hat sich einst Richards zum Vorbild für seine Rolle als schusseliger Kapitän in dem Film "Fluch der Karibik" genommen.

Mick Jagger

Mit Spannung werden vor allem Enthüllungen über das problematische Verhältnis zwischen Richards und Stones-Frontmann , 67, erwartet. Der für viele Jahre drogenabhängige Richards bekennt in dem Buch, dass die einst enge Freundschaft seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr die alte sei. Jagger sei mittlerweile "unerträglich".

"Manchmal denke ich: Ich vermisse meinen Freund. Ich frage mich: Wo ist mein Freund abgeblieben?", schreibt Richards. "Ich habe Mick geliebt, aber ich war seit 20 Jahren nicht mehr in seiner Garderobe." Jagger habe das Buch bereits gelesen und sich über den Kommentar nicht beschwert. "Ich glaube, es hat stattdessen seine Augen geöffnet", sagte der Gitarrist der "Times".

jdl/dpa