Wiener Opernball: Baulöwe sucht prominente Tanzmaus - DER SPIEGEL
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Wiener Opernball Baulöwe sucht prominente Tanzmaus

Was ist nur mit den Frauen los? Richard "Mörtel" Lugner gibt ihnen possierliche Tiernamen, ruft sie "Mausi" oder "Katzi" und lockt mit Luxus. Doch nun machen sie ihm das Leben schwer, drohen gar ihn im Stich zu lassen: Der Bauunternehmer muss fürchten, allein zum Wiener Opernball zu gehen.
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Frauen-Minus beim Wiener Opernball: Dieter soll es richten

Foto: MARIO ANZUONI/ REUTERS

Wien - Alle waren sie schon da: Pamela Anderson, Dita von Teese, Paris Hilton. Richard "Mörtel" Lugner ließ sie einfliegen aus Übersee, für diesen einen Abend. Sie posierten an seiner Seite in teuren Roben mit viel Make-up, die Mimik irgendwo zwischen bemüht freundlich und völlig abwesend. Ein lebendiges Accessoire, das sich der österreichische Bauunternehmer alljährlich zum Wiener Opernball gönnte und in seiner Loge platzierte in der Hoffnung, es möge ihm Öffentlichkeit bescheren.

In diesem Jahr allerdings muss sich der 77-Jährige um seinen Stargast sorgen: Die von ihm eingeladene US-Schauspielerin Lindsay Lohan darf möglicherweise nicht ausreisen. Grund sei offenbar ein Verstoß der 23-Jährigen gegen ihre Bewährungsauflagen, sagte Lugner am Dienstag.

Alle für Mittwoch geplanten Termine in Wien seien deshalb abgesagt worden. Möglicherweise könne die junge Frau aber noch knapp vor dem Ball am Donnerstag anreisen. Der Bauunternehmer gab sich zuversichtlich. "Wir haben sowieso noch einen Überraschungsgast in petto."

Lohan, die unter anderem ihren Stylisten, einen Frisör und ihren Manager aus den USA mitbringen will, war 2007 wegen Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

So sie ausreisen darf, soll Lohan am Donnerstag von den Mitarbeitern eines Modestudios und von einer Schneiderin mit fünf verschiedenen Abendkleidern empfangen werden. Die Vorauswahl habe er den Experten überlassen. "Ich verstehe ja von Kleidern nichts", sagte Lugner.

han/dpa/ddp