Will Smith über Obama "Zu Tränen gerührt"
Madrid - Als sich der Wahlsieg des Senators aus Illinois abzeichnete, weinte US-Schauspieler Will Smith vor Freude offenbar so herzzerreißend, "dass meine Tochter dachte, es muss was Schlimmes passiert sein", sagte der 40-Jährige am Dienstag bei der Vorstellung seines neuen Films "Sieben Leben" in Madrid. Er pries den Sieg Obamas als "Leistung nicht nur für die USA, sondern für die ganze Menschheit".
Im Interview mit dem britischen "Daily Express" erklärte der Schauspieler, nun könne er endlich das sagen, was er schon immer gedacht habe, nämlich: "Ich glaube nicht, dass Amerika ein rassistisches Land ist. Manchmal empfinde ich das so, aber ich glaube es einfach nicht." Noch immer seien Produzenten nervös, wenn im Film ein Schwarzer eine Weiße küsse, denn das sei "eine große Sache", "ein wichtiges Thema" in den Staaten.
Dass Smith nun schwer politisch und allzu ernst werden könne, steht indes nicht zu befürchten: "Für mich ist alles lustig", betonte er im "Daily Express". Selbst als seiner Mutter, die unter Diabetes leidet, ein Bein amputiert werden musste, habe er darüber nur Witze machen können. "Meine Mutter fand das einfach fantastisch. Sie liebte die Energie", so der Komiker.
Der aus Kassenschlagern wie "Men in Black" und "Independence Day" bekannte Smith gehört zu den erfolgreichsten Schauspielern Hollywoods. Im vergangenen Jahr wurde er von den US-Kinobesitzern nach Sidney Poitier als zweiter Schwarzer überhaupt zum Schauspieler mit den größten Kassenerfolgen gekürt.