Woods' Metamorphose: "Ganz schön brutal" - DER SPIEGEL
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Woods' Metamorphose "Ganz schön brutal"

Tiger Woods kann es nicht lassen: Nach seiner öffentlichen Beichte in Sachen Sexskandal legte der Golfer jetzt im Interview nach und schilderte, wie er in die hässliche Fratze der Wahrheit schaute - und erkannte: Nicht 19 Gespielinnen sind das Problem: "Schon eine ist zu viel."
Woods' Metamorphose: "Ganz schön brutal"
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Woods' Metamorphose: "Ganz schön brutal"

Foto: AP/ ESPN
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Miami - "Ich habe ein Leben in Lüge gelebt", sagte Woods in einem am Sonntag ausgestrahlten Fünf-Minuten-Gespräch mit dem Sportsender ESPN. In Isleworth, einem Golfclub in der Nähe seines Hauses in Windermere, Florida, stellte sich Woods den Fragen eines Reporters. Auch dem "Golf Channel" gab er ein kurzes Interview, wie das Magazin "People" berichtete.

Er habe "einige ziemlich miese Sachen" in seinem Leben gemacht und sei nun ein "wenig nervös" vor der Wiederaufnahme seine Golfer-Karriere, erklärte Woods in seinen ersten Interviews nach dem Skandal um seine zahlreichen Affären, die ab November vergangenen Jahres bekannt wurden.

"Wenn du das Leugnen und Rationalisieren lässt, kommst du dem, was du wirklich bist, sehr nah und das kann sehr hässlich sein", sagte Woods. Es sei hart gewesen, sich in einem neuen Licht zu sehen - "ganz schön brutal". Erst im Heilungsprozess habe er erkannt, wie taktlos er sich gegenüber seiner Familie und der Öffentlichkeit verhalten habe.

"Ich bin ein bisschen nervös"

Bereits am 19. Februar hatte Woods in einer 13 Minuten langen Ansprach auf einer Pressekonferenz um Vergebung für sein Fehlverhalten gebeten. "Meine wirkliche Entschuldigung wird nicht in Form von Worten kommen, sondern durch mein Verhalten im Laufe der Zeit", sagte er damals.

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Foto: Harry How/ AP

Auf mindestens 19 Gespielinnen soll es Woods bei seinen außerehelichen Abenteuern gebracht haben. Heute sagt er: "Schon eine ist zu viel." Sponsoren wie die Unternehmensberatung Accenture und die Telefongesellschaft AT&T hatten aufgrund des Imageschadens ihre Werbeverträge mit dem Sportler gekündigt.

Im Rückblick stand der Sportler zu seinem umstrittenen öffentlichen Auftritt und betonte am Sonntag, es habe ihn stärker gemacht. Sich bei seiner Ehefrau Elin und Mutter Kultida für seine zahlreichen Affären entschuldigen zu müssen, sei ein Tiefpunkt in seinem Leben gewesen, so Woods.

"Ich habe sie so sehr verletzt", sagte Woods. "Das sind die beiden Menschen, denen ich in meinem Leben am nächsten bin, und ihnen die Dinge zu sagen, die ich getan habe, war sehr schmerzhaft." Seine Frau Elin sei "sehr verletzt" gewesen, "schockiert und wütend - und sie hatte jedes Recht dazu".

Woods bestätigte, dass er sich vom 31. Dezember bis 11. Februar in einer Klinik habe behandeln lassen. Welcher Art die Therapie war, sagte er aber nicht.

Trotz allen Schmerzes scheinen die Weichen auf Normalität gestellt. Woods erklärte, er werde am 8. April beim Golfturnier in Augusta im Bundesstaat Georgia starten. Bereits viermal konnte er hier die US-Masters gewinnen. Ob seine mentale Stärke diesmal ausreicht? "Ich bin ein bisschen nervös", gestand er im Interview: "Es wäre nett, wenn ich ab und zu einen kleinen Applaus hören könnte."

ala

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