Levke-Prozess Erwürgte Hoffmann auch eine Rentnerin?
Stade - Hoffmann hat dem Polizisten zufolge gesagt, bei einem Kind dauere es lange, bis es tot sei. Bei einer älteren Frau sei es anders, "die hat ihr Leben gelebt". Er, Hoffmann, habe das Bild einer Frau mit einer Telefonschnur um den Hals vor Augen. Der Kripo-Beamte berichtete vor dem Landgericht Stade, danach sei der Verdächtige weinend zusammengebrochen.
Die Polizei hatte im März Suchaktionen unternommen, nachdem ein Mithäftling erzählt hatte, Hoffmann habe im Stader Gefängnis sechs weitere Morde eingeräumt. Dabei soll es sich um zwei Kinder in Ostdeutschland, zwei Anhalterinnen und zwei älteren Frauen gehandelt haben. Der Vernehmungsbeamte sagte heute, Hoffmann habe bestätigt, dass er einige Taten erfunden habe. Anderes aber habe sich der Häftling selbst ausgedacht, um sich interessant zu machen, erklärte Hoffmann der Polizei.
Ein zweiter Beamter berichtete im Zeugenstand, dass die Ermittler nach Levkes Verschwinden in der Region Cuxhaven Tausende Daten gesammelt hätten. Darunter waren auch die Kennzeichen der Autos, die den Parkplatz anfuhren, auf dem Levkes Schultasche und Jacke gefunden worden waren. Auf den Bändern war auch drei Mal das Auto zu sehen, mit dem Hoffmann unterwegs war, das aber auf den Namen seiner Mutter zugelassen war. Die Informationen wurden erst später ausgewertet. "Die Hoffnung, damit den Täter zu finden, hatten wir nie", sagte der Beamte. Insgesamt habe die Polizei 1400 Fahrzeugbewegungen registriert.
Das Gericht hörte auch einen Arzt an, bei dem Hoffmann in Behandlung war. Dabei wurde aber die Öffentlichkeit ausgeschlossen.