Lippen-Gate: Sat.1 feuert Star-Search-Jurorin Kamp - DER SPIEGEL
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Lippen-Gate Sat.1 feuert Star-Search-Jurorin Kamp

Das Drama um angebliche Lippen- und Brust-OPs bei Sat. 1 hat ein Ende. Am Samstag entließ Senderboss Roger Schawinski die Star-Search-Jurorin Alexandra Kamp, weil sie Streitigkeiten per Rechtsanwalt klären wollte.
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"So eine Entscheidung fällt man nicht leichten Herzens", ließ sich Schawinski am Samstag in einer Pressemitteilung zitieren. Man habe am Tag zuvor noch versucht, "die Situation zu deeskalieren". Doch Kamp sei nicht auf die "klare Forderung nach einem anderen Stil der Zusammenarbeit eingegangen", hieß es in der Mitteilung.

Im Prinzip ging es um die schlichte Frage, ob sich Sternchen Kamp, die seit Jahren keinen vernünftigen Auftrag mehr hatte und sich von zweitklassigen Moderationen ernährte, die Lippen hatte operieren lassen oder nicht. Allein die Diskussioon machte sie so wütend, dass sie einen Anwalt gegen den eigenen Sender in Stellung brachte. Dieser Schritt sorgte dort freilich nicht gerade für Freude.

Ausgelöst hatte den scheinbaren Skandal ein anderer Star-Search-Kollege. Hugo Egon Balder, wenigen Fernsehzuschauern noch aus seinen Zeiten als "Tutti Frutti"-Moderator bekannt, hatte Andeutungen über die Echtheit von Kamps Lippen gemacht. In Stefan Raabs Show "TV Total" diskutierte er dann mit dem Gastgeber die Echtheitsfrage. Balder zu Raab: "Jetzt hab ich's verstanden. Ich dachte, es geht um die Titten." Als Stefan Raab dann noch einwarf, Kamp sei schon früher gefragt worden, ob ihre Lippen mit Silikon unterfüttert seien, begab sich Balder endgültig auf altes Tutti-Frutti-Niveau und fragte: "Welche meinst du jetzt?"

Gar nicht witzig, fand Alexandra Kamp - und schaltete einen Anwalt ein. Der verbot nicht nur Balder den Mund, auch Kamps Arbeitgeber Sat.1 wurde untersagt, sich zur Lippen-Frage zu äußern. Das wiederum fand Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski nicht komisch: "Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass Alexandra Kamp mit ihrem Sender und seinen Mitarbeitern aber auch mit Pro Sieben immer wieder über anwaltliche Schreiben kommunzierte". Das "widerspricht den Grundregeln der Zusammenarbeit in umserem Haus".