"Littleton" in Brandenburg 16-Jährige verweigert Aussage
Frankfurt an der Oder - Bei dem Blutbad in der Stadt Littleton im US-Staat Colorado hatten zwei Jugendliche am 20. April des vergangenen Jahres zwölf Schüler und einen Lehrer erschossen und sich anschließend selbst getötet. In Müncheberg sollten es nach Informationen der Staatsanwaltschaft "so viele wie möglich sein".
Die Gymnasiastin in Müncheberg hatte nach ersten Ermittlungen das Attentat bis ins Detail geplant. Zwei Mitschüler, welche die 16-Jährige zur Beteiligung habe anstiften wollen, hatten sich der Schuldirektorin anvertraut.
Bei einer Hausdurchsuchung wurden bei der 16-Jährigen Videos, Zeitungsausschnitte und anderes Material zum Attentat in Littleton sichergestellt. In einer ersten Vernehmung sagte sie, sie habe sich für das Attentat interessiert und auch mit anderen Schülern darüber gesprochen. Sie habe aber nie ernsthaft erwogen, einen solchen Plan auszuführen. Inzwischen verweigert sie die Aussage.
Die Bewohner der Kleinstadt Müncheberg zeigten sich am Mittwoch geschockt. Der ehrenamtliche Bürgermeister, Reinhold Roth, sagte: "Dabei dachte man immer, Littleton ist weit weg." Er hoffe, dass der schnelle Eingriff der Behörden und die Bestrafung des Mädchens eine Warnung für Jugendliche sein werde, die mit ähnlichen Gedanken spielten.